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Brunnenfest
Wieder Tag der Brunnen im Ensheimer Tal

Dirk Neufang, Silvia Grünewald, Silvia Vogel, Nico Grünewald, Uwe Vogel, Ute Cordts und Lothar Schmidt am Matzenbrunnen.
Dirk Neufang, Silvia Grünewald, Silvia Vogel, Nico Grünewald, Uwe Vogel, Ute Cordts und Lothar Schmidt am Matzenbrunnen. FOTO: Andreas Lang / Picasa
Ensheim. Zahlreiche Wanderer und Spaziergänger nutzten am Feiertag die Gelegenheit, den Premiumwanderweg kennenzulernen. Von Andreas Lang

Schon traditionell feiern die Freunde der Brunnen im Ensheimer Tal an Mariä Himmelfahrt, 15. August, ihren Tag der Brunnen. Dabei haben Wanderer und Spaziergänger Gegenheit, die einzelnen Brunnen am Premiumwanderweg „Ensheimer Brunnenweg“ kennenzulernen und sich am Matzenbrunnen zu stärken. Da brutzeln sie unter einem Fallschirm-Stand eine Lyonerpfanne. Vorstandsmitglied Dirk Neufang schwingt hier den Kochlöffel. Er freut sich, dass im Empfinden der Gäste das Gericht bereits fest mit dem Matzenbrunnen verbunden ist. Dementsprechend groß war die Nachfrage und just nachdem der große Hunger gestillt war, hieß es „ausverkauft.“ „Premiumwandern ohne Gepäck“ lautet das Motto inzwischen dort, wo über die Jahre auf verschiedene Arten gefeiert wurde.


Lange Zeit mit einem Feldgottesdienst und dem anschließenden Pilgermarsch zum Matzenbrunnen, wo dann bei viel Musik gefeiert wurde. Neufang: „Der Fallschirm erinnert noch an diese Zeit, deshalb haben wir ihn auch wieder aktiviert.“ Seit einigen Jahren gilt der Tag allen Brunnen im Ensheimer Tal. 14 sind es inzwischen, seit der Markusbrunnen dazu gekommen ist. In jüngster Zeit beschränken sich die Brunnenfreunde auf zwei Verpflegungsstationen, an denen es mehr oder weniger gesellig zugeht. Dem Matzenbrunnen und der Brunnenstube. Einen Grund dafür nennt Neufang: „Wir wollen ja der Wogbachtalhütte keine Konkurrenz machen, denn die ist als Gastronomie mit den sanitären Anlagen wichtig für unseren Premium-Wanderweg.“

„Wandern ohne Gepäck“, das heißt am Tag der Brunnen vor allem: ohne Proviant. Denn Speis und Trank gibt es ja an den genannten Stationen. Das Konzept kommt an. Neufang: „Hier am Matzenbrunnen waren bestimmt bis jetzt 250 Gäste und an der Brunnenstube ist auch einiges los.“ Der Erlös der Veranstaltung wird wie immer zur Unterhaltung der 14 Brunnen und des Ehrenfriedhofes auf dem Triebenberg verwendet. Und da ist allerhand zu tun, wie Neufang sagt. Nach Windbruch sind die Brunnenfreunde im Ensheimer Tal unterwegs, um die Schäden zu erkunden. Was machbar ist, erledigen sie selbst, anderes melden sie der Forstverwaltung, mit der sie laut Neufang gut zusammenarbeiten. Den Wildwuchs helfen sie zu zähmen, dort, wo er den Brunnen oder den Sitzgelegenheiten zu nahe kommt. Und manchmal restaurieren sie sogar die Brunnen im Ensheimer Tal, zuletzt geschehen am Liederkranzbrunnen. Alles finanziert aus Mitgliedsbeiträgen, dem Ehrenamt und dem Tag der Brunnen an Mariä Himmelfahrt.