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Viele Helfer haben Hand angelegt

 Den neuen Fußballplatz in Ommersheim begutachten (von links) Uwe Pitz, Oliver Schmitt mit seinen Kindern Jonas und Elina, TuS-Vorsitzender Martin Deutsch mit Sohn Felix sowie Stefan Altmeyer und Kurt Seegmüller. Foto: Jörg Martin
Den neuen Fußballplatz in Ommersheim begutachten (von links) Uwe Pitz, Oliver Schmitt mit seinen Kindern Jonas und Elina, TuS-Vorsitzender Martin Deutsch mit Sohn Felix sowie Stefan Altmeyer und Kurt Seegmüller. Foto: Jörg Martin FOTO: Jörg Martin
Ommersheim. Natürlich mit einem Sportfest wird der neue rund 250 000 Euro teuere Naturrasenplatz des TuS Ommersheim vom 2. bis 4. September entsprechend eingeweiht. Bis dahin stehen noch letzte Arbeiten an. Jörg Martin

Noch ist er nicht eingeweiht. Auch dürfen voraussichtlich erst Ende Juli erstmals die Kicker auf ihm trainieren. Die Rede ist vom neuen Naturrasenplatz, der sich seit einigen Tagen auf dem Gelände des Turn- und Sportvereins Ommersheim (TuS) in der Oberwürzbacher Straße im satten Grün zeigt. Martin Deutsch, der erste Vorsitzende des TuS, erläuterte jetzt in Anwesenheit eines Teils der beim Bau beteiligten Unternehmer das fast vollendete "Projekt 2016 Naturrasen". Fast, weil bis zur Einweihung, die vom 2. bis 4. September im Rahmen eines Sportfestes erfolgen soll, noch ein paar Dinge zu tun sind. Der Außenanstrich des Sportheims ist so gut wie fertig. Das kleine Lagergebäude daneben befindet sich noch im Rohbau. Die Flutlichtanlage wurde bereits 2014 erneuert. Ein Jahr später wurden der Eingangsbereich und der Parkplatz auf den aktuellen Stand gebracht.


"Ganz ohne Eigenleistung war das nicht zu finanzieren", schaute Deutsch im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. Einiges haben die freiwilligen Helfer seit dem 20. Februar, dem Tag der Bauvorbereitungen, dieses Jahr bewegen können. Zehn Arbeitseinsätze, zu denen immer zwischen zehn und 20 Personen erschienen waren, fanden seither statt.

Meist haben die Freiwilligen etwa fünf Stunden tatkräftig gewirkt. Der TuS-Chef schätzt die Stundenzahl insgesamt auf etwa 700. Dies klingt einfach, führt aber in die Irre. 20 Zentimeter Schnee fanden die Fußballer am Tag nach dem Baustart, dem 29. Februar, vor. Der verspätete Wintereinbruch sorgte dafür, dass das Projekt zwei Wochen unterbrochen werden musste. Das ist angesichts des strahlenden Grüns des Rasens, der am 14. Mai eingesät und am 10. Juni erstmals gemäht wurde, längst Vergangenheit. Bis dahin war es ein weiter Weg. Die Geschichte des vorherigen Tennenplatzes reicht bis zu seinem Bau 1920 und der Instandsetzung nach dem Krieg 1949 zurück. 1999 wurde er bereits saniert.



Drainage erneuert

Vom ehemaligen Braschenplatz ist nichts mehr zu sehen. Und doch ist für den Untergrund ein Teil aus Vereinfachungs- und aus Kostengründen geblieben. Nur die Drainage wurde erneuert. 250 000 Euro hat der Naturrasenplatz gekostet. Zuschüsse kamen von der Gemeinde (10 000 Euro ), vom Innenministerium (60 000 Euro ), vom Ortsrat (1000 Euro ) und der Sportplanungskommission (57 500 Euro ). Der restliche Betrag in Höhe von 121 500 Euro wurde über Eigenmittel und durch Spenden finanziert. Die Ommersheimer konnten über eine Rasenpatenschaft Anteile am Platz erwerben. Diese Aktion ist noch am Laufen. Auch die Bandenwerbung, bislang überschaubar, wird noch mehr werden, um Geld in die Kasse zu bringen, fasste Martin Deutsch die Finanzierung zusammen.

2010 habe man mit den Planungen und der Bildung von Rücklagen begonnen. Im Frühjahr 2015 wurde der aus Breitfurt stammende Kurt Seegmüller mit seinem Sportstättenberatungsunternehmen beauftragt. Bei der Auftragsvergabe setzte man somit ausschließlich auf Firmen aus der Region. "Wir haben ein saarländisches Modell", gab sich Marin Deutsch stolz. Jeder wisse, dass von einem zeitgemäßen Platz die Zukunft der Jugend abhänge, pflichtete ihm der Ommersheimer Unternehmer Oliver Schmitt bei. 780 Mitglieder hat der größte Ommersheimer Verein mittlerweile. Mit dem FC Erfweiler-Ehlingen bildet man eine Spielgemeinschaft.