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Mandelbachtal
Sie will gestalten statt nur verwalten

Bürgermeister Gerd Tussing (CDU) nahm im Mai dieses Jahres der neuen Ormesheimer Ortsvorsteherin Maria Vermeulen (SPD) den Amtseid ab. Im Mai 2019 geht sie als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen.
Bürgermeister Gerd Tussing (CDU) nahm im Mai dieses Jahres der neuen Ormesheimer Ortsvorsteherin Maria Vermeulen (SPD) den Amtseid ab. Im Mai 2019 geht sie als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen. FOTO: Jörg Martin
Mandelbachtal. Maria Vermeulen geht für die SPD ins Rennen um den Chefsessel im Mandelbachtaler Rathaus. Von Joachim Schickert

Maria Vermeulen aus Ormesheim ist die Bürgermeisterkandidatin der SPD in Mandelbachtal am 26. Mai 2019. „Mit der einstimmigen Nominierung der Ormesheimer Ortsvorsteherin Maria Vermeulen als Bürgermeisterkandidatin haben die Mandelbachtaler Sozialdemokraten die Weichen für den Wechsel an der Spitze des Mandelbachtaler Rathauses gestellt“, teilt der Mandelbachtaler SPD-Chef Kai Hartz mit.


Die frisch gekürte Bürgermeisterkandidatin habe betont, dass das Amt der Bürgermeisterin der Gemeinde Mandelbachtal frei von Parteipolitik zu führen sei. „Eine gute Amtsführung richtet sich allein am Wohle unserer Gemeinde und an den Bedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger aus. Dafür stehe ich“, so Vermeulen. Sie sei davon überzeugt, dass man auch in Zeiten knapper Kassen mit Beharrlichkeit, Aktivität und Kreativität vieles für die Menschen in den Dörfern der Gemeinde Mandelbachtal bewegen könne. Als Bürgermeisterin wolle sie nicht nur verwalten, sondern sie habe den Anspruch, die Gemeinde Mandelbachtal weiterzuentwickeln. Dies wolle sie gemeinsam mit allen Ortsvorstehern und allen Fraktionen des Mandelbachtaler Gemeinderates tun. Ihr Motto laute daher „Aktiv für Mandelbachtal – gestalten statt verwalten.“ Als Bürgermeisterin wolle sie sich sofort zwei Problemen widmen, die den Menschen in den letzten Monaten unter den Nägeln brannten. So gehe es zunächst darum, einen Masterplan zum Schutz vor Starkregen- und anderer Unwetterereignisse auszuarbeiten. „Die großen Schäden, die die Starkregenereignisse im zurückliegenden Sommer hinterlassen haben, machen mich immer noch betroffen. Ganze Familien wurden fast um ihr komplettes Hab und Gut gebracht“, erklärte die 56-Jährige. Ein besonderer Dank gelte dabei den Mandelbachtaler Feuerwehren, „die unermüdlich gegen die Naturgewalten angekämpft hätten“. Aufgrund ihrer Kompetenz seien die Feuerwehren erster Kooperationspartner bei der Ausarbeitung eines Masterplanes.

Weiterhin müsse der Zustand des Mandelbachtaler Wassernetzes endlich durch einen Experten abgeklärt werden. Es könne nicht mehr akzeptiert werden, dass es aufgrund von Verunreinigungen oder anderer technischer Probleme derart oft zu Unterbrechungen der Wasserversorgung komme, dass das Trinkwasser gechlort werde müsse oder nur abgekocht genossen werden könne. „Diese Zustände sind vor dem Hintergrund der hohen Gebühren und insbesondere des Schutzes der Gesundheit der Mandelbachtaler Bürgerinnen und Bürger nicht länger hinnehmbar. Daher muss das Mandelbachtaler Wassernetz endlich durch einen Experten begutachtet werden.“ Falls sich das Wassernetz als marode herausstellen sollte und sich daraus ein größerer Investitionsbedarf ergebe, sei nicht nur die Gemeinde gefordert, sondern auch das Land müsse dann einen finanziellen Beitrag zur Sanierung leisten. Pläne zu einer Zusammenlegung der Gemeinde Mandelbachtal mit den Nachbarkommunen, wie sie zwischen Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal offenbar bereits erörtert worden seien, erteilte Vermeulen eine klare Absage. Für sie gelte: „Zusammenarbeit ja, Zusammenlegung nein!“, heißt es in einer Presseerklärung der Sozialdemokraten weiter.



Die Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Silvia Becker, habe die Notwendigkeit eines Wechsels an der Spitze des Mandelbachtaler Rathauses unterstrichen. In der Gemeinde herrsche inzwischen Stillstand. Amtsinhaber Gerd Tussing (CDU) sei weder willens noch in der Lage, die Gemeinde voranzubringen. Maria Vermeulen verfüge hingegen über die Kraft und das Können, die Gemeinde Mandelbachtal weiterzuentwickeln. Hinzu komme ihre unbestreitbare Erfahrung in der Mandelbachtaler Kommunalpolitik. „Maria kennt sich aus, das ist unbestreitbar. Sie ist nicht nur Ortsvorsteherin, sondern sie gehört dem Ortsrat oder dem Gemeinderat seit fast zwei Jahrzehnten an“, so Becker. Während die CDU noch darüber streite, „ob sie den erfolglosen Amtsinhaber überhaupt wieder ins Rennen schicken“ solle, stehe die SPD geschlossen hinter Maria Vermeulen, ergänzte die Fraktionsvorsitzende. Altbürgermeister Günter Walle (SPD) betonte insbesondere die fachliche Eignung Vermeulens. „Durch ihre doppelte Ausbildung als Diplom-Verwaltungswirtin und Diplom-Betriebswirtin ist ihre Qualifikation zur Führung unserer Gemeinde eindeutig belegt. Menschlich und fachlich ist sie geradezu prädestiniert dazu, unsere Bürgermeisterin zu werden“, so der Altbürgermeister der Sozialdemokraten in Mandelbachtal.

CDU-Bürgermeister Gerd Tussing erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass er für eine erneute Kandidatur zum Verwaltungschef zur Verfügung stehe. Er warte allerdings noch die offizielle Nominierung durch seine Partei ab.