| 15:04 Uhr

Neujahrsempfang im Rathaus
Schöner Leben im Mandelbachtal

Zahlreiche Bürger, Politiker sowie Vertreter von Vereinen und Verbänden verfolgten beim Neujahrsempfang im Ormesheimer Rathaus die Rede von Mandelbachtals Bürgermeister Gerd Tussing (links) über das politische Geschehen im abgelaufenen Jahr und den Ausblick auf 2018.
Zahlreiche Bürger, Politiker sowie Vertreter von Vereinen und Verbänden verfolgten beim Neujahrsempfang im Ormesheimer Rathaus die Rede von Mandelbachtals Bürgermeister Gerd Tussing (links) über das politische Geschehen im abgelaufenen Jahr und den Ausblick auf 2018. FOTO: Fredi Brabänder
Ormesheim. Im Mandelbachtal wurde das neue Jahr begrüßt. Beim obligatorischen Empfang im Rathaus ging es auch um die Zukunft der Gemeinde. Von Joachim Schickert

Mandelbachtals Bürgermeister Gerd Tussing (CDU) hat beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Mittwochabend vor rund 250 Gästen im Ormesheimer Rathaus betont, dass die interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Stadt Blieskastel und den Gemeinden Gersheim und Mandelbachtal fortgeführt werde. Aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen bei den Strukturen und den Fachanwendungen der Software sei das allerdings leichter gesagt als getan.


Im Zuge der Gremienberatungen zum Thema Saal Niederländer/Kulturhalle sei festgestellt worden, einen Neubau einer Kulturhalle unmittelbar gegenüber des Rathauses zu bevorzugen. Die Aufnahme in die Städtebauförderung zur Bezuschussung mit Bundesmitteln könne nach Rücksprache bei einem erneuten Termin beim Ministerium erst nach Bildung einer neuen Regierung in Berlin erfolgen. „Hier hängen wir leider etwas in der Luft, da sich die Regierungsbildung, wie Sie alle sicherlich mitbekommen, sehr schwierig gestaltet“, so Tussing zu seinen Gästen. Um den Probe- und Spielbetrieb der kulturtreibenden Vereine in Ormesheim dennoch sicherzustellen, sei es gelungen mit dem Vermieter eine Vertragsverlängerung bis 2020 zu erreichen. Diese Zeit gelte es zu nutzen.

Auch auf die Trinkwassersituation ging der Verwaltungschef ein. Bereits im vorletzten Jahr habe das Kontrollsystem der Gemeinde mit systematischer Beprobung eine minimale Verkeimung des Trinkwassers in Bliesmengen-Bolchen festgestellt. „Durch verschiedene Nachbesserungen konnte leider erst nach Wochen wieder eine zuvor durch das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises angeordnete Chlorung aufgehoben werden. Im letzten Jahr hat sich eine solche Situation in Ommersheim ergeben. Erste Begutachtungen deuten darauf hin, dass der Hochbehälter für die Verkeimung verantwortlich sein dürfte. Daher wird voraussichtlich nach erneuter Begutachtung eine intensive Sanierung des Hochbehälters durchgeführt. Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird die auch hier aus Sicherheitsgründen angeordnete Chlorung des Trinkwassers aufrechterhalten werden müssen. Mit Ausschreibungs- und Vergabeverfahren könnte diese Sanierung bis zum Sommer dauern“, so Tussing. Um eventuelle Schäden frühzeitig erkennen zu können, habe die Verwaltung im Werksausschuss bereits angekündigt, ein umfassendes Gutachten des Trinkwasserleitungsnetzes in Auftrag zu geben. „Bei allem Ärger, der mit dem zeitweisen Abkochgebot und der anschließenden Chlorung verbunden ist, muss man dennoch herausstellen, dass das Frühwarnsystem funktioniert und der Gesundheitsschutz für die Bevölkerung sichergestellt werden konnte“, erklärte der Bürgermeister.



Tussing blickte auch in die Zukunft und nannte beispielhaft, was in der Gemeinde angepackt werde: In den nächsten Jahren sollen weitere Feuerwehrgerätehäuser Abgas-
absauganlagen bekommen, auch die Ausstattung der Friedhöfe mit Urnenwänden sowie die Erweiterung bereits bestehender Anlagen in den beiden großen Orten sei geplant. Weitere Projekte seien die Einrichtung einer Waldruhestätte, die Sanierung der Heizungsanlage im Rathauscarré, die Sanierung des Rathauses selbst sowie die Fortführung der Ertüchtigung von Bushaltestellen mit Hochboard und Wartehäuschen.

Als wichtige Faktoren, die das Leben in der Gemeinde Mandelbachtal attraktiv gestalten, nannte Tussing die noch immer geringe Arbeitslosigkeit und die niedrige Kriminalitätsrate. Bei dauerhaft unter vier Prozent Arbeitslosenquote könne man nach wie vor von Vollbeschäftigung sprechen. Auch die zweitniedrigste Kriminalitätsrate im Saarland spreche für die Gemeinde. Die Polizeipräsenz vor Ort sei gerade vor dem Hintergrund der Prävention von besonderer Bedeutung. Derzeit sei erneut eine Polizeireform im Gespräch mit geringeren Präsenzzeiten auf den Dienststellen in der Fläche. „Hier sollten wir alle Möglichkeiten versuchen, die Präsenz möglichst lange zu halten. Über die Schiene der Bürgermeister haben wir das bereits thematisiert“, so Tussing abschließend.