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Orstrat Bliesmengen-Bolchen
Nicht nur im Winter ist hier „Land unter“

Sprudelndes Wasser aus der Leitung ist eine angenehme Errungenschaft. In Bliesmengen-Bolchen sprudelt es aber über eine Straße.
Sprudelndes Wasser aus der Leitung ist eine angenehme Errungenschaft. In Bliesmengen-Bolchen sprudelt es aber über eine Straße. FOTO: picture-alliance/ dpa / Hans Wiedl
Bliesmengen-Bolchen. Seit mehr als 20 Jahren sind die Wasserprobleme im Schweyer Weg in Bliesmengen-Bolchen ein Aufreger-Thema. Von Jörg Martin

(jma) Auch im Mandelbachtaler Gemeindebezirk Bliesmengen-Bolchen spielt das Thema Wasser aktuell eine nicht unerhebliche Rolle. Nur hier sind die Probleme nicht ganz neu. In der vergangenen Woche befasste sich der Ortsrat etwa mit dem „Dauerbrenner“ der Wasserprobleme im Schweyer Weg. „Die Probleme bestehen hier schon seit gut 20 bis 30 Jahren“, erklärte Hans-Bernhard Faas (CDU) gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Man habe sich in all den Jahren an die unerfreulichen Umstände gewöhnt, akzeptiere diese aber nicht, so der Ortsvorsteher.


Mit „man“ meint er sowohl den Ortsrat, als auch die Anwohner. Vom Hang in der letzten Straße auf der rechten Seite nahe dem Ortsausgang in Richtung Bliesransbach fließt regelmäßig Wasser herunter. Dies sei bei Regen und Gewittern mehr als schwierig und führe vor allem in der kalten Jahreszeit zu gefährlichen Situationen: Wenn das Ganze zu Eis gefriert und in der Straße zu Rutschpartien führt. Aber auch, wenn es nicht ganz so kalt ist, herrsche hier quasi „Land unter“, da das Wasser für Überschwemmungen sorge, so Faas.

Zwischenzeitlich hätten sich die Anwohner bereits durch Selbsthilfemaßnahmen geholfen, um dem Problem einigermaßen Herr zu werden. Dies könne jedoch nicht die dauerhafte Lösung, sondern allenfalls eine Art Übergang darstellen, so der Ortsvorsteher. Dort Ortsrat habe den Bauausschuss des Gemeinderats bereits informiert und einen entsprechenden Beschluss gefasst. Ziel müsse es sein, das Ganze sehr zeitnah in den Griff zu bekommen. Und das noch am besten im Sommer, damit vor Einbruch der kalten Jahreszeit, spätestens im Herbst, alles erledigt ist. Da ist Faas aber skeptisch. Denn es gäbe seiner Einschätzung nach „zahlreiche Beschlüsse“, die noch offen wären. Und dieser Zustand dauere schon seit Jahren an. „Menge-Bolche hat dieselben Probleme wie Ommersheim“, glaubt Hans-Bernhard Faas zudem.



Bereits vor Jahren habe der Ortsrat den Beschluss gefasst, die Bevölkerung – und somit die Wasserkunden der Technischen Werke Mandelbachtal (TeWeMa) – zu entlasten. Diese zahlten für Trinkwasser in einer Qualität, welches wegen der Chlorproblematik gar nicht geliefert wird, bemühte der Ortsvorsteher den Vergleich. „Niemand im Ort wurde bislang entschädigt“, bedauert Faas. Dies sei die gleiche Situation wie in Ommersheim.