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Bliesmengen-Bolchen
Ritter Bolch ziert das neue Dorfeingangsschild

Viele Menschen nahmen an der Einweihung des neuen Ortseingangsschildes in Bliesmengen-Bolchen teil. Mit dabei auch der Vorsitzender der Gruppe „Maßnahmen“ Alexander Hein (vorn rechts kniend) und Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas (stehend, Fünfter von rechts).
Viele Menschen nahmen an der Einweihung des neuen Ortseingangsschildes in Bliesmengen-Bolchen teil. Mit dabei auch der Vorsitzender der Gruppe „Maßnahmen“ Alexander Hein (vorn rechts kniend) und Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas (stehend, Fünfter von rechts). FOTO: Wolfgang Degott
Bliesmengen-Bolchen. An der Fährmannsbrücke in Bliesmengen-Bolchen heißt jetzt ein Rittersmann die Gäste willkommen.

Als kürzlich die Landeskommission des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ in Bliesmengen-Bolchen zu Gast war (wir berichteten), wurde sie von einem leibhaftigen Ritter empfangen. Das Dorfeingangsschild mit dem Ritter Bolch wurde während einer kleinen Feierstunde, die mit den beiden Drehorgelspielern Susanne Drews und Christian Naujocks und dem Lied „Freude schöner Götterfunken“, bekannt auch als Europahymne begann, eingeweiht. Auf dem gemauerten Sockel thront die etwa 180 Zentimeter große geschweißte Figur. Der Standort an der Fährmannsbrücke, die Bliesmengen-Bolchen und Blies-Schweyen verbindet, ist historisch, lag vor Jahrzehnten der Schnittpunkt dreier Königreiche, dem Frankreichs, Preußens und Bayerns.


Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas erwähnte, dass nach Möglichkeit und Machbarkeit in nächster Zeit auch gleiche Schilder an den beiden anderen Ortseingängen folgen sollen. Er freute sich, dass alles aus Mitteln der Dorfgemeinschaft finanziert werden konnte. Nachdem die Gruppe „Maßnahmen“, eine von vier bei der Vorbereitung des Landeswettbewerbes, die planerische Vorarbeit erledigt, die Bolcher Buwe aus dem Erlös ihres Bolcher Pfingstfestes die Kosten des Schildes übernommen hatten, folgten viele Eigenleistungen, sogenannte „Fuhr- und Spanndienste“.

Dazu gesellten sich finanzielle Zuschüsse aus der Dorfgemeinschaft, den Erlösen aus Weihnachtsmärkten sowie der Jagdgenossenschaft. Örtliche Unternehmen steuerten weitere Hilfen bei. Alexander Hein, Leiter der Arbeitsgruppe, teilte mit, dass nachdem bei Ausräumarbeiten in der Bliestalhalle eine Ritter-Bolch-Figur gefunden worden sei, die Idee des Dorfeingangsschildes geboren wurde. In weiteren Sitzungen wurden dann Lage, Standort und Größe festgelegt und am 30. Oktober 2017 mit den Arbeiten begonnen. Zahlreiche Helfer erbrachten rund 200 Stunden, die Kosten beliefen sich auf insgesamt 6000 Euro.



Auch Hein zeigte sich stolz darüber, dass sich Menschen aus dem Dorf für das Dorf engagiert hatten. Was jetzt noch fehle, sei der Stromanschluss. Roland Roth, Bürgermeister der benachbarten französischen Gemeinde Blies-Guersviller sprach von dem Schild als Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und hoffte, dass der Ritter den Eingang des Dorfes immer gut bewache.

Er gratulierte wie auch der Bliesransbacher Ortsvorsteher Günter Lang zu der beispielhaften Initiative. Dieser kündigte an, dass ab Herbst regelmäßig Treffen von Vertretern der drei Dörfer zur Weiterentwicklung der Gemeinschaften stattfinden werden.

(ott)