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Neuen Naturlehrpfad entdecken

Ommersheim. Seit dem vergangenen Sonntag ist Ommersheim um eine Attraktion reicher: Im Oberthal wurde durch den Naturschutzbund (Nabu) ein Naturlehrpfad eröffnet. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um neue Punkte, sondern vielmehr um bereits seit langer Zeit existierende, die in ein neues Licht gerückt wurden

Ommersheim. Seit dem vergangenen Sonntag ist Ommersheim um eine Attraktion reicher: Im Oberthal wurde durch den Naturschutzbund (Nabu) ein Naturlehrpfad eröffnet. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um neue Punkte, sondern vielmehr um bereits seit langer Zeit existierende, die in ein neues Licht gerückt wurden. Auch ist der Begriff "Oberthal" nicht allen Einheimischen bekannt. Man gelangt hin, in dem man die Oberwürzbacher Straße befährt. Unmittelbar bevor der dortige Oberwürzbacher Fuhrweg mit seinem imposanten Gefälle beginnt, zweigen in Höhe des sich auf der linken Straßenseite befindlichen kleinen Parkplatzes rechts drei Wege ab. Der ganz rechte in Richtung Ommersheim weisende ist derjenige, der nach knapp 100 Metern das Tor zum Pfad beinhaltet. Hier startet eine steile, in die Tiefe führende Treppe, die jedoch mittels eines Holzgeländers und durch Stufen ausreichend Sicherheit bietet. Man hat schon beim Passieren des hölzernen Torbogens das Gefühl, in eine andere Welt einzusteigen. Neben der für den Wald typischen Ruhe und angenehmen Kühle, offenbart sich stellenweise ein weitläufiger Blick, der neugierig auf mehr macht. Knapp einen Kilometer ist der Pfad lang und weist fünf Punkte aus, erklärte Bruno Breyer, der erste Vorsitzende des Ommersheimer Nabu. Neben dem Oberthaler Tor als erstem Punkt, stellt der Aschaffenburger Brunnen den ersten neuralgischen Ort dar. Er befindet sich am Ende der Treppe und existiert schon aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Ideal um bei einer Wanderung Rast zu machen oder sich durch die vom Nabu angeschafften Holztafeln über den Nutzen des Waldes - viele Vorteile sind einem kaum noch im Bewusstsein - zu informieren. Weiter geht es steil abwärts, aber immer noch sicher, grob in Richtung Ort. Vorbei am Jakob Preiser-Brunnen, der neben einer Ruhebank auch Gelegenheit gibt, die Blicke in die Weitläufigkeit des Waldes schweifen zu lassen. Vierter Punkt ist das Pumpenhaus des alten Wasserwerkes, von dem aus der Ort heute noch sein Trinkwasser bezieht. Abschluss und somit Punkt fünf ist das Feuchtbiotop Oberthal wenige hundert Meter weiter. Vorstellbar sei, dass man die Strecke in Richtung Schneckenbrunner Hof weiterführe, erklärte Breyer am Sonntag. So könnte man gar einen Rundweg von knapp vier Kilometern einrichten. Das ist aber noch abzuklären, da dann ein Waldstück komme, welches in Privatbesitz ist. Denkbar sei auch die Weiterführung in Richtung der Alten Steige von Niederwürzbach. "Wir sind vor allem froh, dass wir mit Hilfe von Aquis Unterstützung hatten", freute sich Breyer. Die drei Mitarbeiter einer Maßnahme für Ein-Euro-Jobber unter der Leitung von Hans Klammes waren mehrere Monate aktiv. Rund ein Jahr dauerten die Arbeiten, die rund 3000 Euro kosteten. Neben dem Nabu selbst waren auch die Jagdgenossenschaft und der Ortsrat in die Finanzierung eingebunden. Hilfe gab es ebenfalls durch den Gemeindebauhof. Holztafeln und Bänke stellten die Naturschützer selbst auf. jma