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Musikverein Ommersheim
Musikverein wartete mit Märchen auf

Das Schülerorchester HalbStark des Musikvereins Ommersheim mit Dirigentin Anna Hartz beim Jahreskonzert in der Saarpfalz-Halle.
Das Schülerorchester HalbStark des Musikvereins Ommersheim mit Dirigentin Anna Hartz beim Jahreskonzert in der Saarpfalz-Halle. FOTO: Jörg Martin
Ommersheim. Der Musikverein Ommersheim hatte sein Jahreskonzert in der Saarpfalzhalle. Märchen und Geschichten lautete dieses Mal das Motto.

Die Überraschung beim Jahreskonzert des Musikvereins Ommersheim (MVO), kam am Sonntagabend in der Saarpfalzhalle quasi kurz vor Schluss. Gerade als das Große Orchester den Programmpunkt „The Wind in the Willows“ gespielt hatte, gab es Unfallgeräusche und eine Radzierblende rollte von der Bühne ins Publikum. „Ach Gott, was ist denn jetzt kaputt?“, rief eine Frau vor Schreck. In dem Stück geht es unter anderem um den Unfall eines Kröterichs, den das Orchester nicht nur musikalisch umgesetzt hatte. Gleichzeitig zeigte ein auf die große Leinwand projizierte Präsentation Texte und Bilder zum Titel. Niklas Müller hatte die Sprecherrolle übernommen und veranschaulichte durch seine prägnante Stimme die Handlung.


„Märchen und Geschichten“ lautete dieses Mal das Motto des Konzertes. Eine Idee des Dirigenten Stefan Weber, für den es das 15. Konzert während seiner Zeit bei den Ommersheimern war. „Denken Sie währen des Stückes ganz intensiv an ihren Liebsten“, empfahl Moderator Marc Bauer den Besuchern, als er „The Seventh Night of July“ ankündigte. Eine japanisches Liebesgeschichte, die Itaru Sakai komponierte. Um die Präsentation, die einen wichtigen Bestandteil des Gesamtauftrittes darstellte, möglichst gut zu veranschaulichen, hatten die Musiker die sonst übliche, blaue Uniform im Schrank gelassen. Stattdessen beherrschte ein einheitliches Schwarz des Bühnenumfeld. Auch wurde das Licht minimiert. Vielleicht auch ein Grund, weshalb so eine besinnlichere Vorweihnachtsstimmung aufkommen konnte. Dazu zählt auch der TV-Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, ohne den für viele Weihnachten gar nicht denkbar ist. Hier hatten Zoe Kettenbaum und Anna Hartz ihr Flötensolo. Ein langer Applaus dokumentierte, dass der Programmpunkt ankam. Zwei Zugaben, nämlich „Zum Weißen Rössl“ und „80er Kult(Tour)“ sorgten am Ende für stehende Ovationen. Im ersten Teil des Konzerts hatte der Nachwuchs das Sagen. Dirigent Nikolaus Burgard und die Mitglieder des Jugendorchesters LautStark entführten mit der „Black Forest Ouvertüre“ zunächst in die Welt der schwarzen Pinienbäume von Colorado. Dramatischer Trommelwirbel zu Beginn, der von den Bläsern abgelöst wurde, stand am Anfang von „Fate of the Gods“ („Schicksal der Götter“). Anschließend nahmen die Musiker die Konzertbesucher mit „Christmas around the World“ auf eine kleine, vorweihnachtliche Weltreise. Für Anna Hartz, die Leiterin des Schülerorchesters „HalbStark“ war es - laut MVO-Vorsitzenden Francesco Fontana - das erste und gleichzeitig das letzte Konzert in ihrer Dirigenten-Funktion. Aus beruflichen Gründen wird sie das Amt niederlegen. René Hammer wird im kommenden Januar neuer Leiter. Der Nachwuchs, der sich aus einer Schul-Kooperation rekrutiert, spielte Werke wie „Skip to my Lou“, „Victors Marsch“ und „Clog Dance“. Man sei mit hier auf dem richtigen Weg, meinte Francesco Fontana eingangs. Das zeige sich auch daran, dass man den Robert-Klein-Preis zum dritten Mal gewonnen habe.