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Mandelbachtal
Mandelbachtaler FWG-Fraktion kritisiert Ämterhäufung

Mandelbachtal. Der Fraktion der Freien Wähler (FWG) im Gemeinderat Mandelbachtal unter ihrem Vorsitzenden Gerhard Hartmann ist die Ämterhäufung, primär im Saarpfalz-Kreis, schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge. ert

Hingegen würden Anfragen der Freien Wähler an die Verwaltungsspitze in Mandelbachtal wegen angeblicher Arbeitsüberlastung meist unbeantwortet bleiben. Hartmann: „Einige Verwaltungschefs im Saarpfalz Kreis scheinen durch Überfrachtung mit Nebenaufgaben in der eigentlichen Hauptaufgabe überfordert zu sein.


Sofern das Amt, beispielsweise eines Landrates oder eines Bürgermeisters, eines Bediensteten im öffentlichen Dienst ein Vollzeitjob ist und als solcher auch vergütet wird, darf man annehmen, dass man diesem die volle Konzentration und Arbeitskraft widmet. Nebentätigkeiten bedürfen der Genehmigung des Arbeit- beziehungsweise Geldgebers. Im Falle der öffentlich Bediensteten ist dies der Steuerzahler. Doch der wird nicht gefragt.“ In nicht wenigen Fällen würden Haupt- und Nebentätigkeit zu einer Gemengelage verschwimmen. Aktuell sei nicht ganz klar, wer wann für wen arbeitet, wenn die Verwaltungschefs für beides, also Verwaltung und Verbandsvorsteher oder Stellvertreter verantwortlich ist. „Hier muss die Frage erlaubt sein: Wer kontrolliert die Nutzung von Arbeitszeit und –mittel für Haupt- und Nebentätigkeit?“, so Hartmann.

Wer unablässig auf der Ebene der Verwaltung im öffentlichen Bereich über Zeit- und Personalmangel klage, müsse sich fragen lassen, ob das nicht eine Folge einer falschen Einteilung der Arbeitszeit für das Hauptgeschäft sei. Diesbezüglich habe die FWG-Fraktion im Dezember 2017 die Kommunalaufsicht angerufen und um Klärung gebeten. „Bedauerlicherweise gibt es seit mehr als sechs Monaten auf berechtigte Fragen vom Landesverwaltungsamt keine Antworten.“ Die FWG-Fraktion sehe in der Ämterhäufung keinen Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger, sondern nur einen für die Protagonisten. heißt es in der Presseerklärung der Freien Wähler abschließend.