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Leserbrief zum Thema Verkehrsbelastung

Kalkstein nicht für, aber aus der Region

Kalkstein nicht für, aber aus der Region


Zur Kolumne "St. Florian in der Biosphäre" vom 7./8. März:

Im Hinblick auf den letzten Absatz des Kommentars möchte ich dem Autor unumwunden beipflichten - wer nicht selbst betroffen ist, hat gut reden!

Ich bin jedoch betroffen als Anwohnerin der Rubenheimer Straße in Erfweiler-Ehlingen. Von Beginn der Morgendämmerung bis zum späten Nachmittag donnern an unseren Häusern im Minutentakt Schwerlaster vorbei oftmals in beiden Richtungen gleichzeitig beladen mit Kalkstein oder Auffüllmaterial, denn der Krater soll ja auch wieder geschlossen werden. Wir sprechen hier nicht nur von ,,klappernden Kaffeetassen", sondern auch von massiver Einschränkung der Lebensqualität, gesundheitlichen Risiken, Gefahren als Verkehrsteilnehmer, Beschädigung und Wertverlust unserer Immobilien und vielem mehr. Meines Erachtens geht es hier weniger um Ökologie (Umwelt- und Naturschutz) als um ökonomische Interessen einzelner Unternehmer und Organisationen, wie so oft im Leben, um Profit auf Kosten der Allgemeinheit! Als Eigentümerin von Grund und Boden und als Tierhalterin fühle ich mich selbstverständlich auch der Natur verpflichtet, vielleicht deutlich mehr als andere, die es sich so vehement auf die Fahnen schreiben. Auch habe ich nichts einzuwenden gegen ,,Kalksteinmäuerchen" und ,,helle Wege", obwohl Sinn und Zweck so mancher Maßnahme diskussionswürdig wäre. So viele Wege werden aber gar nicht bestückt, und so viele Mauern gar nicht gebaut mit dem so wertvollen Kalkstein, der hier täglich tonnenweise nicht FÜR die Region (Slogan), aber aus der Region, vorbei transportiert wird, um auch als Unterbau in Industriegebieten zu verschwinden. Wenn diese ,,Ökologie " zum Wohle weniger, und zum Schaden Vieler noch 20 bis 40 Jahre andauern soll, ist das einstige ,,Golddorf" definitiv Geschichte, und der Bliesgau als Naherholungsgebiet ebenso.

Ulrike Jendes, Erfweiler-Ehlingen