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Schützenverein 1897 St. Ingbert
Edmund Eich setzt sich die Schützenkrone auf

Edmund Heib schoss beim Königsschießen des Schützenvereins  in St. Ingbert wortwörtlch den Vogel ab.
Edmund Heib schoss beim Königsschießen des Schützenvereins in St. Ingbert wortwörtlch den Vogel ab. FOTO: S. Schreier
St. Ingbert. In alter Tradition beging der Schützenverein 1897 St. Ingbert sein Königsschießen, um zu entscheiden, wer den Verein im Sportjahr 2019 repräsentieren wird. Von red

Das Königsschießen ist ein Brauch, der schon seit Jahrhunderten von den Schützen gepflegt wird. Jedes Mitglied, das zu seinem Verein steht, betrachtet es als eine Verpflichtung, an diesem traditionellen Schießen teilzunehmen. Geschossen wurde mit einem Kleinkaliber-Gewehr auf eine Adlerattrappe, von der rechts und links zwei hölzerne Arme abstehen, die die Symbole Zepter und Reichsapfel tragen.


In diesem Jahr eröffnete der Vorsitzende Horst Müller, stellvertretend für Brigitte Kreutzberger, welche im letzten Jahr das Amt der Königin bekleidete, das Königsschießen mit dem ersten gezielten Schuss. Zu Beginn wurde der rechte Arm des Adlers ins Visier genommen, der bereits nach 16 Schuss fiel. Der glückliche Schütze war Martin Stoiber, der somit in Zukunft das Amt des so genannten zweiten Ritters innehat. Nur 20 Schuss später gab sich der linke Arm geschlagen, womit Philipp Heib zukünftig als erster Ritter im Amt ist.

Nun galt es, im wahrsten Sinne des Wortes, den Vogel abzuschießen. Das Kantholz, auf dem dieser befestigt ist erwies sich als zäher Gegner und hisste erst nach weiteren 203 Schuss die weiße Flagge, womit der Bogenreferent des Schützenvereins St. Ingbert, Edmund Eich, als zukünftiger König feststand.



lm Schützenhaus wurden erster Ritter, zweiter Ritter und die neue Schützenkönigin vom Vorsitzenden Horst Müller in ihre Ämter eingeführt und vertreten den Verein zukünftig bei entsprechenden Anlässen. Im Anschluss luden die Sieger des Wettstreites ihre leer ausgegangenen Mitschützen und neuen Untertanen zu einem Umtrunk ein, was auch dankend angenommen wurde.