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Keine Mehrheit für Erweiterung des Steinbruchs

Mandelbachtal. Mit Mehrheit von 14 zu elf Stimmen hat der Gemeinderat Mandelbachtal eine Erweiterung des Steinbruch-Tageabbaus in Rubenheim abgelehnt. Der Rat folgte dem Beschluss des Ortsrats Erfweiler-Ehlingen. Joachim Schickert

Der Mandelbachtaler Gemeinderat hat am Mittwochabend eine Erweiterung des Steinbruch-Tageabbaus der Firma Napru ("Naturprodukte Rubenheim") in Rubenheim abgelehnt. 14 Ratsmitglieder waren gegen eine Erweiterung. Elf CDU-Ratsmitglieder hatten nichts gegen eine Erweiterung unter der Voraussetzung, dass der Lkw-Transport durch die Gemeinde Gersheim gelenkt wird und somit insbesondere Erfweiler-Ehlingen vom Lkw-Verkehr entlastet ist. Mit der Ablehnung der Flächenerweiterung auf dem Hanickel in Rubenheim war der Gemeinderat dem Beschluss des Ortsrats Erfweiler-Ehlingen gefolgt, der Anfang März ebenfalls eine Erweiterung der Abbaufläche abgeschmettert hatte. Der Gemeinderat Mandelbachtal war am Mittwochabend aufgefordert, im Rahmen eines so genannten Raumordnungs- und Zielabweichungsverfahrens eine Stellungnahme zur geplanten Erweiterung des Steinbruchs abzugeben.

Der Inhaber der Firma Napru, Oliver Schmitt, will den Betrieb um insgesamt rund 27 Hektar auf dann 37 Hektar erweitern. Im Vorfeld hatte sich auch der Ortsrat Wolfersheim gegen die Erweiterung ausgesprochen. Der Ortsrat Rubenheim sowie der Gemeinderat Gersheim hatten hingegen keine Bedenken gegen eine Ausdehnung des Kalksteinbruchs geltend gemacht (wir berichteten). Das Mandelbachtaler SPD-Ratsmitglied und Ortsvorsteher von Erfweiler-Ehlingen, Michael Abel, hatte bei der Ratssitzung am Mittwochabend im Ormesheimer Rathaus erneut darauf hingewiesen, dass es insbesondere um die große Belastung der Bürger durch den Schwerlastverkehr , Lärm und Staub gehe. Außerdem befürchte man einen zu starken Eingriff ins Landschaftsbild, "das nach Abschluss der Tätigkeit erheblich verändert sein wird". Letztlich könne durch eine Erweiterung des Steinbruchs der Status einer Biosphärenregion gänzlich aberkannt werden. Abel warf der CDU eine "180-Grad-Wende" vor, da die vor zwei Jahren noch gegen eine Erweiterung gestimmt hatte. SPD , FWG und Grüne warfen Kalkwerk-Chef Oliver Schmitt außerdem Kaltschnäuzigkeit, Arroganz und Unzuverlässigkeit vor.