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Mandelbachtal
Hochzeitsgäste wurden wegen Unwetter evakuiert

Das Ausmaß der Verwüstungen nach dem Starkregen vor dem Kloster Gräfinthal.
Das Ausmaß der Verwüstungen nach dem Starkregen vor dem Kloster Gräfinthal. FOTO: Michael Abel
Mandelbachtal. Gut eine Woche nach dem letzten Gewitter mit Starkregen, musste die gesamte Mandelbachtaler Feuerwehr am Wochenende erneut nach einem verheerenden Unwetter ausrücken. Auch dieses Mal lagen die Einsatzschwerpunkte im historischen Weiler Gräfinthal, in Bliesmengen-Bolchen und in Bebelsheim. red

Rund 300 Zuschauer bei der Premierenvorstellung auf der Naturbühne Gräfinthal mussten durch die Feuerwehr evakuiert werden. Äußerst geordnet und zivilisiert verlief die Räumungsaktion (siehe Seite C 5). Parallel dazu sicherte die Mandelbachtaler Wehr die gastronomischen Betriebe in Gräfinthal. Hier musste eine Hochzeitsgesellschaft aus einem Lokal evakuiert werden. Dort, wo sonst Straßen und Wege sind, kam es am Samstag zu reißenden Flüssen.


Wie Mandelbachtals Wehrsprecher Michael Abel weiter mitteilt, liefen auch in Bliesmengen-Bolchen und Bebelsheim wieder Keller über und Heizöltanks drohten umzustürzen. Aus Saarbrücken und Blieskastel wurden zusätzliche Sandsäcke herbeigefahren, um weitere Schäden zu verhindern. In den Abendstunden machten sich auch Landrat Theophil Gallo und Bürgermeister Gerd Tussing vor Ort selbst ein Bild von den Verwüstungen dieses Naturereignisses. Die Mandelbachtaler Wehr war bis in die Nachtstunden im Einsatz. Insgesamt mussten 56 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Insgesamt waren 150 Wehrleute aus dem Mandelbachtal und 25 aus Blieskastel im Einsatz. Vor Ort waren auch acht Helfer des DRK und sechs Mitarbeiter des Bauhofes Mandelbachtal, so Michael Abel abschließend.