| 20:11 Uhr

Herbstkonzert
Ein Auftakt mit Pauken und Trompeten

Das Schülerorchester des Orchestervereins Harmonie Ormesheim mit seiner Dirigentin Eva Burgard beim Herbstkonzert im Saal Niederländer.
Das Schülerorchester des Orchestervereins Harmonie Ormesheim mit seiner Dirigentin Eva Burgard beim Herbstkonzert im Saal Niederländer. FOTO: Jörg Martin
Ormesheim. In Ormesheim begeisterte der Orchesterverein Harmonie seine Gäste bei seinem traditionellen Herbstkonzert.

Mit seinem traditionellen Herbstkonzert hat der Orchesterverein Harmonie Ormesheim (OHO) am Sonntagnachmittag sein musikalisches Jahr abgeschlossen. Tobias Walle, der erste Vorsitzende, ging in der Begrüßungsrede im Saal Niederländer auf die Ereignisse in 2018 ein und stellte dabei vor allem den gemeinsamen Auftritt des Großen Orchesters mit Freunden aus Luxemburg in den Vordergrund. Auch erinnerte Walle an die Veranstaltung „Klassik im Park“ in Spiesen-Elversberg. Eine besondere Herausforderung stellten die diesjährigen Wertungsspiele des Bund Saarländischer Musikvereine dar.


Nur sechs Wochen Zeit zum Proben, davon ein Teil in den Herbstferien, blieben dem Großen Orchester (Leitung: Bernhard Stopp). „Geht das überhaupt?“, habe man sich bei den Musikern gefragt. Es ging. Das Orchester absolvierte die Prüfung in der Höchststufe mit „hervorragend“. Davon konnte sich das Publikum am Sonntag gleich ein Bild machen. Es war von „Synergie Rising“ (Ryan Nowlin) nämlich mehr als recht angetan. Die Besucher schnippten und klatschten bei dem klangstarken und dramatischen Werk direkt leidenschaftlich mit. „The Seal Lullaby“ sei das Wiegenlied der kleinen Robbe von Eric Whitacre, erklärte Moderatorin Heike Engbarth. Das beruhigende Stück hatte was.

Auch von „The Last Dream of the old Oak“ (Der letzte Traum des alten Walnussbaums“) kam beim Publikum an. „Vorher steuert der OHO im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten auf den Weltuntergang zu“, kündigte Heike Engbarth „Fate of Gods“ scherzend an. „Boah! und Bravo!“-Rufe waren am Ende des klanggewaltigen Stücks zu hören, welches von Alexander Degel dirigiert wurde. Die teilweise jazzig und swingige Suite „Krimiszenen“ von Hans-Joachim Rhinow, die Spannung pur im Fadenkreuz symbolisierte, bildete den Abschluss, ehe das Publikum mit stehenden Ovationen eine Zugabe forderte. Die kam als Vorgeschmack auf das Herbstkonzert 2019 mit „Wo Wasser ist, sind Boote“. Dabei handelt es sich um einen norwegischen Schlager aus den 60er Jahren.



In andere Länder, nämlich Norwegen, England und Holland hatten sich im ersten Programmteil das Schülerorchester (Leitung: Eva Burgard) mit dem Dreiländer-Medley (Jan de Haan) begeben. Das Jugendorchester (Leitung: Eva Burgard) steuerte danach die Karibik an und setzte den dortigen Fluch leidenschaftlich musikalisch um. Das Gleiche galt auch für den Kinofilm „Forrest Gump“. Man könne sich ja beim Wolkenmann beschweren, wenn einem das Wetter nicht passen würde, kündigte Heike Engbarth „Cloud(ios)s…der Wolkenmann“ an. Hier wurden insbesondere die Windgeräusche, neben etlichen anderen, gut umgesetzt.

 „Spectre“ war der 24. James Bond-Film, dessen Titel etliche Wochen auf Platz 1 der Single-Charts war. Der gelungene Pop-Song im Orchester-Arrangement traf auch in Ormesheim den Nerv der Konzertbesucher. Mit der Zugabe verblüffte das Jugendorchester. Tom Engbarth am Euphonium und Simon Zaffino mit der Trompete spielten die Musik von „Der Pate“. Engbarth bewegte nur die Tasten seines Instrumentes. Der Trompeter blies währenddessen die Luft in den Ausgang des Euphoniums.