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Große Begeisterung bei Kleinkunst-Show

Ormesheim. Die Kleinkunst-Show Café Noir war auch dieses Jahr wieder ausverkauft. Geboten wurde eine Mischung aus Travestie, Weltklasse-Hit und Papierkunst mit Verwandlungskünstler Ennio Marchetto. Außerdem dabei: Maxime Maurice, Awesome, Lukas Philippi und das KTV-Kellner-Orchester. Jörg Martin

Man hatte es bereits beim Auftritt von Zarah Leander am Zwischenapplaus ahnen können: Am Ende dieses Auftrittes wird der Saal Niederländer Kopf stehen. Und genauso war es nach der nicht endend wollenden Serie von Personen, die der venezianische Verwandlungskünstler Ennio Marchetto in einer Mischung aus Travestie , Weltklasse-Hit und Papierkunst zeigte, auch: Stehende Ovationen, kombiniert mit Bravo-Rufen und Zugabe-Forderungen waren das Ergebnis. Auch im 29. Jahr traf die Kleinkunst-Show Café Noir, die der Kultur- und Theaterverein Ormesheim (KTV) an zwei Tagen wie immer vor ausverkauftem Haus veranstaltete, den Nerv der Besucher.

Verwandlungskünstler Marchetto überzeugte nicht nur durch seine absolut präzisen Lippen- und Tanzbewegungen, wenn er Stars wie Heino, Elvis, Angela Merkel oder Helene Fischer imitierte. Vielmehr erweckte er die Personen durch seine aufwändigen Papierfiguren, die sich immer wieder beim "Aufblättern" zu neuen Vertretern der Musikgeschichte entpuppten, zum Leben. Moderator Reiner Pirrung , gleichzeitig auch Organisator des "Café Noir", hatte bei der aktuellen Auflage der Veranstaltung auf die bewährte Mischung gesetzt. Mit Jazz des Projektes "Awesome"- bestehend aus Ro Gebhardt (Gesang/Gitarre), Pat Appleton (Gesang) und Amby Schillo (Percussions) - war man in den Abend gestartet. Auch hier gab es immer wieder Zwischenapplaus. Und das nicht nur, weil Gebhardt mit seiner Gitarre mal durch die Reihen zog. "Wir werden heute Abend gemeinsam Probleme haben", hatte Musikkabarettist Lukas Philippi nicht ganz Ernst seinen Auftritt angekündigt.

Der Bodo-Wartke-Fan trieb einem mit seiner besonderen Humorart regelrecht die Tränen in die Augen. Dass Zauberei nicht zwangsläufig ernst und nicht nur aus dem Verschwindenlassen von Kaninchen besteht, bewies Maxime Maurice. Der Deutsche Vizemeister der Zauberkunst zog unter anderem mit dem Mund aus einem aufgepumpten Luftballon, den er sich zuvor über den Kopf gestülpt hatte, genau die Karte, die ein Zuschauer zuvor markiert hatte. Am Samstag vertrat ihn wegen eines TV-Auftrittes in Paris Markus Lenzen. Was man mit Besteck, den Händen und den Oberschenkeln allerlei Musikalisches anstellen kann, zeigte das neunköpfige KTV-Kellner-Orchester. Sogenannte Winzlyrik ist ein Schwerpunkt des Autors Michael Bauer, die dieser im Wechsel mit Sängerin Martina Gemmar vortrug. Die Südpfälzerin offenbarte etwa mit dem Ausruf "Heijo", dass Pfälzer für große Worte nicht geeignet sind, stellte aber auch Gemeinsamkeiten mit den Saarländern vor. Der Ormesheimer Maler Siegmund Schmich stellte während der Veranstaltung seine neuen Bilder mit Biosphären-Bezug aus.