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ormesheim
Fußballtore auf dem Schulhof sind keine Lösung

Ormesheim. Ormesheimer Ortsräte erteilen Toren auf dem Schulgelände einer Absage und suchen nach Übergangslösung für den Bolzplatz. Von Jörg Martin

Der Ortsrat des größten Mandelbachtaler Ortsteils hatte sich in seiner jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus unter anderen mit einem Antrag der CDU-Fraktion zu befassen. Die Christdemokraten forderten darin die Anschaffung zweier Fußballtore für den Schulhof. Laut Dennis Kettenbaum (CDU) soll dies eine Art Überbrückung für den Dauerbrenner Bolzplatz darstellen, dessen Umsetzung seiner Einschätzung nach in weite Ferne gerückt sei. Die Kinder hätten so die Chance, sich in den Schulpausen und in der Freizeit auszutoben. Hier hatte Denis Weigerding (SPD) Sicherheitsbedenken, obwohl er den Vorschlag grundsätzlich für gut heißt. Er sieht insbesondere ein Risiko für Sachbeschädigungen, die durch den harten Lederfußball entstehen könnten. Schon jetzt gäbe es im Bereich des Rathauses erheblichen Vandalismus und Sachbeschädigungen.


Auch spüre man die Erschütterungen im Rathausgebäude, wenn nur ein Ball gegen die Wand donnere. Hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden, so die Sozialdemokraten. Die CDU-Pläne würden die existierenden Probleme eher noch verstärken. Dem könne man nicht zustimmen. Ortsvorsteher Rainer Barth (SPD), für den diese Ortsratssitzung die letzte vor seinem Rücktritt aus dem Amt war, hatte dazu den Kompromissvorschlag: Statt Fußball- könnte man auch Eishockeytore anschaffen. Die wären zwar kleiner, dafür aber leichter und günstiger. Und man könne sie wegen der besseren Transportfähigkeit auch noch verstauen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Tore verliehen werden könnten. Hier schätzte der Rat den Aufwand als zu groß ein, die Tore immer in den Pausen heraus und wieder wegzustellen. Würden sie stehenbleiben, bestünde eine nicht unerhebliche Diebstahlsgefahr.

„Kinder, die was kaputtmachen wollen, machen auch ohne Tore was kaputt. Wir brauchen Alternativen für die Kinder“, entgegnete Dennis Kettenbaum den Einwänden von Weigerding. „Ja, aber nicht hier“, sagte darauf der Ortsvorsteher. Einen Alternativvorschlag hatte Christian Janishek. Man könne ein Aufruf an die Einwohner starten, damit diese nicht benötigte Flächen zur Verfügung stellen. So bestünde die Chance auf eine Übergangslösung bis das Thema Bolzplatz geklärt sei, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Diesem Vorschlag schloss sich der Ortsrat einstimmig an.