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Umzug an Rosenmontag
Fastnachter in Ommersheim heben ab

Eine Tanzgarde des Karnevalsvereins „Die Sackschisser“ aus Ommersheim und Carsten Leroux vom vereinseigenen Männerballett nahmen vergnügt am Ommersheimer Rosenmontagsumzug teil.
Eine Tanzgarde des Karnevalsvereins „Die Sackschisser“ aus Ommersheim und Carsten Leroux vom vereinseigenen Männerballett nahmen vergnügt am Ommersheimer Rosenmontagsumzug teil. FOTO: Jörg Martin
Ommersheim. Beim einzigen Umzug im Mandelbachtal präsentierten sich viele Gruppen – auch eine neue Fluglinie aus Bliesmengen-Bolchen. Von Jörg Martin

Der Wettergott meinte es gut mit dem gestrigen Rosenmontagsumzug in Ommersheim. Zwar gab es ein wenig leichten Schneefall, doch die Sonne brach sich durch die Bewölkung ihre Bahn. Dazu passte etwa auch die Verkleidung der Fußgruppe des TGV Biesingen, die als Eskimos in „Ummaschum“ teilnahm.


Auch sonst bewies der einzige närrische Lindwurm in der Gemeinde Mandelbachtal viel Einfallsreichtum. So kamen die „Dalem Dancers“ des SV Heckendalheim als Galaxy Crew 2018 daher. Der Wittersheimer Dorfverein, erstmals dabei, erschien mit einem ganzen Bauernhof. Mit Kartoffeln auf dem Wagen wechselten neben dem üblichen Wurfgut auch Laugenbrezeln den Besitzer. „Die wilden Wikinger“ hatte der KV „Die Pulverblättcher“ Blickweiler zum Thema und präsentierte sich neben seinem Wagen auch mit drei Wikingern auf der Schaufel des Traktors.

Ein wahrer Augenschmaus, und das schon lange vor Beginn des Umzugs, war die Gruppe Dincher. Sie nahm als Pusteblumen und mit Peter Lustig teil. Die örtlichen Kanga Babys hatten zwar „Kein Motto ist auch ein Motto“ als Slogan, doch auf ihrer Verkleidung als Kartoffeln befand sich der Schriftzug „Ommershummer Grombbeere“. Als bayrische Doppel-Whopper hatte sich die Gruppe „Hausmarke“, seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Umzugs, angezogen. Zu ihren netten Gepflogenheiten zählt, dass sie Hochprozentiges an die Besucher ausschenkt. „Das ist eine nette Abwechslung beim Einsammeln von Bierdosen“, freute sich ein Erstbesucher aus Fechingen.

Auch die Straußbuwe und -mäde aus Aßweiler, ebenfalls seit Jahren Stammteilnehmer, bewiesen dieses Mal Liebe zum Detail. Sie stellten Menschen aus verschiedenen Ländern und Nationen dar. Und das etwa in bunten US-Farben. Ihr Motto war feuchtfröhlich: „Vollstrack um die Welt“.

Der Karnevalclub Hassel, mit drei Gruppen in Ommersheim vertreten, hatte das Motto Circus auf seinem Wagen. In Kombination mit lauter Mallorca-Stimmungsmusik kam nicht nur bei dieser Gruppe viel Straßenfastnacht-Stimmung auf. Die Hasseler hatten neben ihren Garden das Prinzenpaar Lukas I. und Nathalie I. im Cabrio mit dabei.



Eine neue Luftfahrtgesellschaft präsentierte sich auch: Air Menge. Fasebooze aus Bliesmengen-Bolchen thematisierten die Insolvenz von Air Berlin. „Der schnelle Schluss von Air Berlin nutzt aus das Menger Team. Flugzeugfliegen ist wohl schwer, deshalb gibt’s Air Berlin nicht mehr“, zierte in passendem Rot-Weiß den Umzugswagen. Auch das Bodenpersonal, welches in Uniformen und mit Rollkoffern vor dem Wagen herlief, hatte seinen großen Spaß. Als Zigeuner-Clan trat der TuS Ommersheim auf. Er bediente bei den Kostümen humorvoll allerlei Klischees und steigerte das Ganze noch, indem man mit dem Wohnwagen kam und mit „Sinti aus Marzahn“ (kein Schreibfehler) mitlief.

Die Gruppe Scheller erklärte den Einheimischen, dass es auch in „Ummaschum“ Weinköniginnen gibt. Wer’s nicht glaubte, konnte den Wein auch probieren. Die Gastgeber vom Karnevalverein Ommersheim (KVO) nahmen getreu dem Motto „Wild, wild, Sackschisser“ mit Indianern, Cowboys, Mustang und mit einer Kutsche an ihrem Umzug durch das Dorf teil. Darin hatten das Prinzenpaar Sebastian „Tabbi“ I. (Tabillion) und Jana I. (Ruffing) Platz genommen. Auf dem Kutschbock saß mit KVO-Fahne der Elferratspräsident Martin Ruffing.