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Erfweiler übergeben Unterschriften an Bürgermeister

Bürgermeister Gerd Tussing (2. von links) nahm von Vertretern der Interessengemeinschaft 606 Unterschriften entgegen. Foto: Hans Hurth
Bürgermeister Gerd Tussing (2. von links) nahm von Vertretern der Interessengemeinschaft 606 Unterschriften entgegen. Foto: Hans Hurth FOTO: Hans Hurth
Ormesheim. 606 schriftliche Stellungnahmen und Unterschriften von Bürgern haben am Freitag Vertreter der Interessengemeinschaft Erfweiler-Ehlingen, die sich gegen eine Erweiterung des Kalksteinbruchs ausspricht, an Bürgermeister Gerd Tussing überreicht. Hans Hurth

Gerd Tussing blickte bei der Übergabe im Rathaus kurz zurück und erwähnte die negativen Stellungnahmen der Gesamtgemeinde durch den Gemeinderat und den Ortsrat Erfweiler-Ehlingen zur Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim. Das Zielabweichungs- und Raumordnungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung zur Erweiterung habe die Bürger beunruhigt. Manfred Adolph, Jörg Becker sowie Erfweiler-Ehlingens Ortsvorsteher Michael Abel gingen auf die 606 Unterschriften ein. "75 Prozent der erwachsenen Erfweiler Bürger haben, oftmals über mehrere Seiten, ihre Bedenken und Ängste vorgetragen und zum Teil mit anschaulichen Fotos unterlegt", sagte Michael Abel mit Blick auf die Folgen für Umwelt, Tiere, Natur und eigene Gesundheit.

"War im Winter weniger Lkw-Verkehr durch den Ort zur Kalkgrube zu verzeichnen, zieht seit Tagen mit Beginn der Bausaison der Durchgangsverkehr mit den schweren Lkws deutlich an." Abel und Adolph erwähnten die Beschädigungen an den Häusern, die Vibrationen, gefährliche Situationen im Gegenverkehr und das Befahren der Lkw auf der L 231 mit nicht abgedeckter Fläche, das zu herabfallenden Steinen führe. Lärm, Staub und die Wertminderung der Häuser und einer Ferienwohnung seien von den Bürgern im Ort der Biosphärenregion zu beklagen.

"Und an den Bäumen setzt sich ebenfalls Staub ab, das schädigt die Pflanzen- und Vogelwelt", hatte Max Rebmann (zehn Jahre alt) bei seinen Naturgängen als Jüngster ausgemacht. Michael Abel sieht bei einer Genehmigung der Erweiterung das sehr starke ehrenamtliche Engagement in seinem "Gold"-Dorf gefährdet (Auszeichnung beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"). Die Ängste der Bürger zeigten sich deutlich in den unterschiedlichen Argumenten der bisher 606 Stellungnahmen, die noch bis Dienstag, 12. April, gerichtet an die Gemeinde Mandelbachtal, weiter geäußert werden könnten. Wie Abel mitteilte, laufe bis Ende August das Prüfungsverfahren. Dann falle die Entscheidung zur Erweiterung auf dem Hanickel auf 37 Hektar.