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Bliesmengen-Bolchen
Engagement trägt bald Früchte

Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas und Jan Flieger, Leiter der Arbeitsgruppe Grüngestaltung (von links), mit Helfern und Gästen an einem der 18 neuen Obstbäume auf der Streuobstwiese in Bliesmengen-Bolchen.
Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas und Jan Flieger, Leiter der Arbeitsgruppe Grüngestaltung (von links), mit Helfern und Gästen an einem der 18 neuen Obstbäume auf der Streuobstwiese in Bliesmengen-Bolchen. FOTO: Hans Hurth
Bliesmengen-Bolchen. In Bliesmengen-Bolchen haben Bewohner eine neue Streuobstwiese geschaffen – um beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu punkten. Von Hans Hurth

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ rüstet sich Bliesmengen-Bolchen, neben Wittersheim Kreissieger, mit weiteren Ideen für den Landeswettbewerb. Die Orts-Arbeitsgruppe (AG) Grüngestaltung stellte dazu am vergangenen Samstag ihre erste größere Maßnahme vor.


Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas war die Freude anzusehen. „Mit viel Zeitaufwand und körperlichem Einsatz hat die AG eine neue Streuobstwiese oberhalb des Festgeländes hinter der Bliestalhalle angelegt, die wir heute der Dorfgemeinschaft übergeben können“, so Faas. „Die ökologische Bedeutung der Obstwiesen für unsere Region und ihr kulturhistorischer Wert sind groß. Die Bewirtschaftung von Obstwiesen hat auch bei uns eine lange Tradition, diente sie doch der Bevölkerung als wichtiger Lieferant von Früchten aller Obstsorten“, stellte der Ortsvorsteher heraus.

Da jedoch die Bedeutung der Streuobstwiesen und deren wirtschaftlicher Nutzen zurückgegangen seien, setze der Einsatz der AG Grüngestaltung sowohl aus landschaftsästhetischer Sicht als auch aus kulturellen Gründen mit dem Erhalt und der Pflege der Obstwiese ein wichtiges Zeichen, sagte Faas. Jan Flieger, Chef der AG und zugleich Vorsitzender des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins, dankte neben seinen Mitstreitern auch Markus Ditsch, der mit seinem Kleinbagger 18 Löcher aushob und nach Setzen der Bäumchen verfüllte, sowie David Wagner, der unzählige Hecken schnitt, mit dem Häcksler zerkleinerte und als Mulch unter die Obstbäume verteilte.

Es dauere zwar, bis die 18 Obstbäume reife Früchte tragen, doch dann könnten, so Jan Flieger, im Rahmen der Aktion „Essbares Bolchen“ mehrere Apfelsorten geerntet werden. Die Kosten für die Pflanzaktion übernehme der Saarpfalz-Kreis, die Bäume stehen zum Teil auf Gemeindegrund. Daher sprach Mandelbachtals Beigeordneter Eberhard Keipert der AG Dank und Anerkennung für das nachhaltige Projekt aus. Bis zum Besuch der Wettbewerbskommission in fünf Monaten wird das Grüngestaltungs-Team weiter fleißig für den Ort in die Hände spucken. So ist der Bau eines Insektenhotels am Soldatenfriedhof, die Anlegung von Hochbeeten mit Beeren und die Pflanzung von Weinstöcken sowie eines angedeuteten Weinbergs auf der Insel an der Einfahrt zur Naturbühne Gräfinthal geplant. „Unser Menge-Bolche bewegt sich“, blickte Hans Bernhard Faas optimistisch in die kommenden Monate, ehe er mit einem kleinem Umtrunk mit Produkten aus der Biosphärenregion die Helfer belohnte und die Gäste begrüßte.