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Bliesmengen-Bolchen
Dorf-Training wird auf Wunsch gefördert

Weithin zu sehen ist die katholische Pfarrkirche St. Paulus in Bliesmengen-Bolchen. Auch das Mandelbachtaler Dorf nimmt in diesem Jahr am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil und wird dabei vom Umwltministerium unterstützt.
Weithin zu sehen ist die katholische Pfarrkirche St. Paulus in Bliesmengen-Bolchen. Auch das Mandelbachtaler Dorf nimmt in diesem Jahr am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil und wird dabei vom Umwltministerium unterstützt. FOTO: Roland Vogelgesang
Mandelbachtal. Wittersheim und Bliesmengen-Bolchen bei der 26. Auflage von „Unser Dorf hat Zukunft“: Bis zum Sommer ist Zeit für Konzepte. Von Joachim Schickert

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geht in die nächste Runde. Hierbei haben die insgesamt sechs Kreissieger Scheiden, Oberesch, Hoof, Remmesweiler, Wittersheim und Bliesmengen-Bolchen nun bis zum Sommer Zeit, ihre Ideen und die Präsentation des Dorfes weiter zu entwickeln. Eine Jury bereist dann die Dörfer und kürt einen saarländischen Landessieger, der im Dezember 2018 als Teilnehmer für den Bundeswettbewerb nach Berlin gemeldet wird. Nicht zuletzt wegen rückläufiger Teilnehmerzahlen werde das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz den Einsatz der Mitmacher besonders honorieren, wie Umweltminister Reinhold Jost mitteilt. „Das Engagement der Dörfer muss belohnt werden. Durch die Schaffung neuer Fördermöglichkeiten wollen wir die Dörfer in ihrem Bestreben, ihr Dorf zukunftsfähig zu gestalten, unterstützen. Wir bieten den Teilnehmern für Beratungsleistungen, die sie in Anspruch nehmen möchten, eine Förderung an“, so Jost in einer Presseerklärung.


Zur Vorbereitung auf den 26. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hätten drei der sechs Kreissieger das Angebot des Umweltministeriums angenommen und eine Maßnahmenförderung beantragt. In Bliesmengen-Bolchen sei eine Aufarbeitung und Erstellung von Präsentationsmedien geplant. Hierbei solle die Geschichte des Dorfes, die Ist-Situation und die mit den Bürgern erarbeiteten zukünftigen Entwicklungsperspektiven abgebildet werden. Das Umweltministerium unterstütze diese Maßnahme mit rund 5600 Euro. Wie auch in Bliesmengen-Bolchen gewähre das Ministerium den beiden St. Wendeler Dörfern Zuwendungen in Höhe von bis zu 65 Prozent der förderfähigen Kosten. Remmetsweiler und Hoof setzten auf erlebnisorientierte Bürgerbeteiligung, Workshops, Gründung thematischer Arbeitsgruppen und die Erstellung von Informationsmedien. Remmesweiler möchte zudem im Rahmen des Dorfcoachings eine Leitbilddiskussion durchführen und erhalte dafür rund 4900 Euro. Hoof wolle als eine Form der Bürgerbeteiligung eine Bürgerbefragung durchführen, mit einem Eigenanteil von 3500 Euro und einer Förderung der Maßnahme von 6500 Euro unterstütze auch hier das Ministerium die Entwicklung und das Engagement des Dorfes. „Ich freue mich über neue Ideen und Zukunftsperspektiven, die durch das Dorfcoaching entstehen. Ich bin schon gespannt, wie sich die Dörfer unserer Jury präsentieren. Ich wünsche allen sechs Kreissiegern viel Erfolg“, so Jost abschließend.

Wie berichtet, hatten in der Gemeinde Mandelbachtal sowohl Wittersheim als auch Bliesmengen-Bolchen im vergangenen Jahr den 26. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene gewonnen. Die Kreiskommission hatte an fünf Nachmittagen die elf Teilnehmerdörfer des Saarpfalz-Kreises bereist und dann über das Ergebnis des Wettbewerbes beraten. Die Teilnahme von mehr als zehn Dörfern berechtigt zur Weitermeldung zweier Kreissieger.

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist in einem klassischen dreistufigen Verfahren aufgebaut: der Kreiswettbewerb war im vergangenen Jahr, der Landeswettbewerb ist 2018, der Bundeswettbewerb dann im kommenden Jahr.

Mit einer starken Gemeinschaft geht Wittersheim in den Dorfwettbewerb.. Unser Foto zeigt die Organisatoren des ersten Herbstfestes, das 2017 im Rahmen des Jubiläums „750 Jahre Wittersheim“ stattfand.
Mit einer starken Gemeinschaft geht Wittersheim in den Dorfwettbewerb.. Unser Foto zeigt die Organisatoren des ersten Herbstfestes, das 2017 im Rahmen des Jubiläums „750 Jahre Wittersheim“ stattfand. FOTO: Jörg Martin