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Der Völkermord ist Thema einer Ausstellung im Rathaus

Mandelbachtal. Am Montag, 24. Oktober, lädt der Verkehrsverein Mandelbachtal gemeinsam mit der Stiftung Demokratie Saarland (SDS) um 18 Uhr zur Eröffnung einer Ausstellung "Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden" ein. Die Ausstellung ist bis 18. November im Rathaus in Ormesheim zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Gedenk- und Bildungsstätte "Haus der Wannsee-Konferenz" in Berlin konzipiert und besteht aus 35 großformatigen Tafeln. red

Sie beschäftigt sich in mehreren Kapiteln mit den Themen Rassismus, Antisemitismus, Gewalt, Demütigung und die staatliche Radikalisierung zum Massenmord und systematischen Völkermord im Dritten Reich. Bei der so genannten Wannseekonferenz waren am 20. Januar 1942 im Gästehaus des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, hochrangige Vertreter des SS- und Polizeiapparates, der Ministerialbürokratie und der NSDAP zu einer Besprechung über die "Endlösung der Judenfrage" zusammengekommen. Unter Leitung von Reinhard Heydrich besprachen die Konferenzteilnehmer Zuständigkeit und Zusammenarbeit bei der Deportation aller europäischen Juden. Das überlieferte Ergebnisprotokoll belegt, dass bereits vor der Konferenz auf höchster Ebene die Entscheidung über die Deportation der europäischen Juden getroffen worden war. Dabei sollten die Deportationen "nach dem Osten", die Ghettoisierung und Zwangsarbeit - laut Heydrichs Erklärungen - Maßnahmen für "die kommende Endlösung der Judenfrage" darstellen. Die Ausstellung wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vor Ort wird sie unterstützt durch die Kreissparkasse Saarpfalz und die Gemeinde Mandelbachtal . Besucht werden kann sie während der Öffnungszeiten des Rathauses. Der Eintritt ist frei.

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