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Schenker-Ansiedlung
Bürgerinitiative übergibt Gallo lange Liste

Aus den Händen von Yve Brück von der „Bürgerinitiative DB Schenker/Fechinger-Talbrücke“ erhielt Landrat Theophil Gallo eine Liste mit 2248 Unterschriften.
Aus den Händen von Yve Brück von der „Bürgerinitiative DB Schenker/Fechinger-Talbrücke“ erhielt Landrat Theophil Gallo eine Liste mit 2248 Unterschriften. FOTO: Thorsten Wolf
Saarpfalz-Kreis. Die Forderung der BI bei der Übergabe der Unterschriften war klar: ein Lkw-Durchfahrtsverbot an der Heringsmühle. Von Thorsten Wolf

Die Botschaft, die Yve Brück von der „Bürgerinitiative DB Schenker/Fechinger-Talbrücke“ am Dienstagmorgen an Saarpfalz-Landrat Theophil Gallo hatte, war eindeutig: Es muss ein Lkw-Durchfahrtsverbot, ausgenommen Lieferverkehr, für die Heringsmühle/Flughafenstraße in Ensheim her. Ohne „Wenn“ und „Aber“.


Zum Hintergrund: Die zeitweise Sperrung der Fechinger Talbrücke habe aus Sicht der Anwohner der Ausweichstrecke L 108, zu deren weiteren Verlauf in Richtung Saarbrücken auch die Heringsmühle und die Flughafenstraße gehören, zu einem dauerhaften Anstieg des Lkw-Verkehrs geführt. Zudem hatte die angedachte Ansiedlung der Spedition Schenker die Lage für die Anwohner zwischenzeitlich zusätzlich angeheizt (wir berichteten mehrfach). Brück untermauerte im Kreis von Unterstützern aus Bürgerschaft und Politik diese Forderung mit der Übergabe von insgesamt 2248 Unterschriften zu Gunsten der Ziele der Bürgerinitiative. Mit dabei auch zwei Einwohner von Biesingen, die den Termin nutzten, um auch auf die aus ihrer Sicht unhaltbare Verkehrssituation an der Bundesstraße B 423 hinzuweisen.

Nun ist Landrat Gallo, der grundsätzlich Verständis für die Anliegen der Bürgerinitiative zeigte, mit seiner Verkehrsbehörde nicht für die Heringsmühle und die Flughafenstraße zuständig, doch führt der Zubringer, eben die L 108, von St. Ingbert aus durch den Saarpfalz-Kreis. So müsse es aus Sicht der Bürgerinitiative auch für Gallo darum gehen, verknüpft und auch mit Blick auf die Entwicklung der Biosphäre, hier verkehrsmindernd aktiv zu werden – und den Lkw-Transitverkehr durch entsprechende Regelungen zur Nutzung der Autobahnen zu zwingen.



Eine prompte Lösung hatte Theophil Gallo in der teils sehr emotional aufgeladenen Diskussion für die Bürgerinitiative nicht. Vielmehr verwies er mehrmals auf das Kreis-Verkehrskonzept, mit dem aktuell Verkehrsprobleme im Bereich des Saarpfalz-Kreises vor Ort ermittelt würden, um dann mit einer Gesamtlösung zu reagieren – auch mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen, wo auch immer diese möglich seien. Gallo sprach hier allerdings von „kleinteiligen Lösungen“ und verwies auch auf die aktuell gesetzlichen Bestimmungen, die möglichweise vom Land an sich verändernde Situationen angepasst werden müssten.