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Fantastical
Krone, Kampf und Königstochter

Corvus Corax, zu deutsch die Kolkraben, liefern die Musik zu dem Fantasy-Epos. 
Corvus Corax, zu deutsch die Kolkraben, liefern die Musik zu dem Fantasy-Epos.  FOTO: Jörg Jacobi
Homburg/Neunkirchen. Das Fantastical „Der Fluch des Drachen“ von und mit Corvus Corax wird am Freitag, 23. Februar, ab 20 Uhr in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen aufgeführt. Von Jennifer Klein

„In einer Zeit, als die Dunkelheit noch gefürchtet wurde“ beginnt die geheimnisvolle Geschichte von „Der Fluch des Drachen“ – es geht um Ehre und Schurkerei, Treue und Verrat, Glauben und Macht, um  Krone und Königreich, um Kampf und Gefahr – und natürlich das Abenteuer der Liebe.


„Der Fluch des Drachen“ vereint die Opulenz eines energetischen Musicals mit der Wucht und Dramatik einer fulminanten Fantasy-Geschichte, so verspricht die Neunkircher Kulturgesellschaft als Veranstalter. Laut Definition stehe Musical für eine populäre Musiktheaterform, die Musik, Schauspiel und Gesang verbindet. Fantasy gilt als Genre der Phantastik, dessen Wurzeln sich in Mythologie und Sagenwelt finden. „Der Fluch des Drachen“ bietet beides – willkommen in der Welt des Fantasticals.

Bei dieser Produktion vereinen  Akteure verschiedener fantastischer Sparten ihr Können. Die Geschichte stammt von Bestseller-Autor Markus Heitz, musikalisch setzen Corvus Corax, die  „Könige der Spielleute“, das Geschehen um. Erzähler und treibende Kraft hinter dem Projekt ist der Schauspieler Johannes Steck.

Geschichten erzählen ist seine Leidenschaft: Markus Heitz.
Geschichten erzählen ist seine Leidenschaft: Markus Heitz. FOTO: Ulrike Stumm / red

Der aus Homburg stammende Autor Markus Heitz hat die Geschichte erdacht. Heitz zählt mit einer Gesamtauflage von 4,6 Millionen Büchern zu den populärsten Autoren im Bereich der Fantasy – seine Werke füllen inzwischen mehrere Meter im Bücherregal. Am bekanntesten ist wohl inzwischen seine „Zwerge“-Reihe, aber auch  die Ulldart- oder Albae-Saga sind längst Kult geworden.



Von seinen über 40 Romanen standen mehr als die Hälfte auf der Spiegel-Bestsellerliste. Heitz’ Geschichten sind vielfach echte „Pageturner“, bei denen man nächtelang durchlesen kann.

Johannes Steck, hier ein Szenenfoto von der „Zwerge“-Aufführung.
Johannes Steck, hier ein Szenenfoto von der „Zwerge“-Aufführung. FOTO: Eric Kolling

In „Der Fluch des Drachen“ wird die Geschichte des fleißigen Schmieds Adamas erzählt, der weder Böses will noch ahnt. Dennoch muss er sieben Herausforderungen bewältigen, um ein Königreich zu erringen. Doch der König, der natürlich! keienswegs gewillt ist, seinen Thron zu räumen, will ihn mit Ränken und Schlichen aufhalten.  Seine willfährigen Helfer sind ein gefährlicher Krieger und einige recht unheimliche Geschöpfe. Aber was ein echter Schmied ist, der kann einiges vertragen und auch austeilen. Am Ende geht es nicht nur um die Krone, sondern auch um das Herz und die Hand der Königstochter. Und hier beginnt ein weiteres großes Abenteuer – das Abenteuer der Liebe ...

Die Mittelalter-Barden von Corvus Corax liefern die Musik zur Story: Epische Elemente und Klangcollagen treffen auf authentische Musik des Mittelalters und diese wiederum auf Pop und Melodiebögen aus der Jetztzeit.

Jede Figur in „Der Fluch des Drachen“ wird mit Worten und Musik charakterisiert, beides ergänzt sich perfekt, sodass die Musik den Erzählstrang weiterführt.
Corvus Corax, zu deutsch die Kolk-
raben, sind in und mit der Mittelalterszene groß geworden. Hartnäckig halte sich gar das Gerücht, dass sie die heute allerorten boomenden Mittelaltermärkte damals als Kulisse für ihre Musik erfunden hätten, so heißt es im Begleittext zur Fantastical-CD: „Musikalisch war ihre Basis das gewissenhafte Studium nicht nur der Überlieferungen an Noten und Texten aus dem Mittelalter, sondern auch des Instrumentenbaus. Gleichzeitig waren Corvus Corax immer bereit, neue  Wege zu gehen: Es gab Ausflüge zu Bratzgitarren und Elektronika, Kollaborationen mit Chören und Sinfonikern, Filmmusiken in Zusammenarbeit mit Hans Zimmer, Soundtracks für Computerspiele – jetzt begründen sie mit dem Fantastical ‘Der Fluch des Drachen’ ein neues Genre.“
Erzähler Johannes Steck ist in der Fantasy-Gemeinde ebenfalls eine feste Größe, weil er sehr viele Genre-Romane und -Serien für Hörbücher eingelesen hat. Er ist unter anderem auch der Erzähler des Kaltenberger Ritterturniers.
Zwischen Castus von Corvus Corax und Johannes Steck keimte zum ersten Mal die Idee zu dieser Geschichte und ihrer literarisch-theatralisch-musikalischen Umsetzung, als sie bei der szenischen Umsetzung von Motiven aus der erwähnten „Zwerge“-Saga von Markus Heitz auf der Bühne standen. Das war damals eine mehr oder weniger opulent gerahmte Lesung.

Nun vereinen sich in „Der Fluch des Drachen“ also Geschichte, Musik und Theater zu einem fantastischen Gesamtwerk. Und wie der Schmied Adamas nun die sieben Aufgaben löst, und ob er am Ende die Krone und die Liebe der Königstochter erringt, das können sich die Zuschauer am Freitag nun selbst live anschauen . . .

Karten gibt es ab 30,70 Euro (drei Preiskategorien) im Vorverkauf bei Ticket Regional und CTS Eventim, unter der Tickethotline (0651) 9 79 07 77 sowie online :