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Und wieder eine OECD-Studie

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ARRAY(0xa24e0a0) FOTO: Robby Lorenz
Unsere Woche. Christine Maack

Ende April ist wieder Girls' Day. Dann sind die Homburger Mädchen eingeladen, "männerdominierte" Betriebe zu besuchen. Doch da kann die IG Metall noch so sehr für mehr Geld kämpfen, Mädchen wollen einfach nicht auf Metall herumklopfen oder Hinterachsen zusammenschrauben. Mädchen wollen lieber Haare schneiden oder Kinder betreuen. Die Statistiken der Arbeitsagenturen belegen dies - mögen sich Feministinnen noch so sehr die Haare raufen. Und weil Autos nun mal mehr Geld auf dem Weltmarkt einbringen als eine Föhnfrisur, verdienen die Jungs später auch mehr Geld als die Mädchen . Das ist natürlich total ungerecht. Und man muss sich fragen: Was ist los mit den Mädchen ? Wie immer, weiß auch hier die oft zitierte Statistik-Bude OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ) die Lösung. Sie hat jüngst herausgefunden, dass besonders in Deutschland die Eltern an dieser Misere schuld sind. Nur 14 Prozent der deutschen Eltern trauen ihren Töchtern zu, in Technik und Naturwissenschaften zu brillieren, 39 Prozent der Eltern glauben hingegen von ihren Söhnen, dass da ein gewisses Technikverständnis vorhanden sein könnte.

In tollen Ländern wie Korea oder Finnland ist das ganz anders, die fahren bei den OECD-Studien immer super Ergebnisse ein. Dort sind alle klüger und moderner als die doofen Deutschen. Alle Kinder werden total gefördert, die Mädchen bohren gerne nach Öl oder bauen Autos, weil sie einfach bessere Eltern haben. Ich hätte ja mal gerne gewusst, was die übrigen 47 Prozent der deutschen Eltern von ihren Kinder so glauben. Aber das erfährt man mal wieder nicht. Typisch OECD!