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Der Sommer des Missvergnügens

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ARRAY(0x1092f9cb0) FOTO: Robby Lorenz
Unsere Woche. Da es in Homburg nicht an brisanten Themen mangelt, sollte man mal über den Tellerrand schauen, ganz im Sinne des Satzes: "Anderswo ist es auch nicht besser". Aber dabei wird man bescheiden und wünscht sich augenblicklich in die tiefste Provinz zurück. Denn wenn man sich mal vor Augen hält, was in diesem Sommer so alles passiert ist, konnte man den Eindruck gewinnen, die geschlossenen Abteilungen hätten kollektiven Ausgang gehabt. Christine Maack

Äxte , Splitterbomben, illegale Knarren aus dem Internet - unfassbar. Da trösten wir uns doch lieber mit Olympia und den vergleichsweise harmlosen Auswüchsen wie verlogene US-Schwimmer oder peinliche Burger-Konsumenten. McDonalds hatte die Idee, alle Olympia-Sportler kostenlos durchzufüttern, was eine hemmungslose Fressorgie nach sich zog. Bis zu 27 Burger sollen die Schwergewichte dort täglich verputzt haben. So kann's gehen, wenn‘s etwas umsonst gibt. Aber es gibt auch Leute, die völlig anders ticken, wie zum Beispiel der Mathematiker Ben-Artzi, der bei der Deutschen Bank arbeitete, die dortigen Geschäftspraktiken anprangerte und auf acht Millionen Dollar Belohnung verzichtete, weil ihn der ganze Laden anekelte. Da hätten auch 27 Trost-Burger nichts genutzt. In Homburg vielleicht schon. Denn hätte unser OB die ominöse Detektei statt mit harten Euros mit grenzenlosen Burger-Orgien bezahlt, wäre man vielleicht etwas günstiger weggekommen. Aber nur, sofern in der ominösen Detektei keine Schwergewichte tätig sind. Aber vielleicht arbeiten in diesem Dunstkreis eher ein paar verlogene US-Schwimmer nebenher, wer weiß das schon.