| 20:13 Uhr

Wuchtiger Rock ohne Schnörkel

Leadgitarrist Udo Schröer gab den Songs von Meet the Beat mit seinen Soli einen eindeutigen Charakter. Foto: Thorsten Wolf
Leadgitarrist Udo Schröer gab den Songs von Meet the Beat mit seinen Soli einen eindeutigen Charakter. Foto: Thorsten Wolf
Kirkel-Neuhäusel. Nein, wirklich leise waren sie nicht, die gesetzten Alt-Rocker der Formation Meet the Beat bei ihrem Auftritt im Kirkeler Bildungszentrum der Arbeitskammer am Donnerstagabend. Aber warum sollten sie auch, immerhin galt es vor nicht wenigen Zuschauern und Zuhörern den Sound der späten 50er, 60er und auch frühen 70er mit ordentlich Schalldruck unters Volk zu bringen Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Kirkel-Neuhäusel. Nein, wirklich leise waren sie nicht, die gesetzten Alt-Rocker der Formation Meet the Beat bei ihrem Auftritt im Kirkeler Bildungszentrum der Arbeitskammer am Donnerstagabend. Aber warum sollten sie auch, immerhin galt es vor nicht wenigen Zuschauern und Zuhörern den Sound der späten 50er, 60er und auch frühen 70er mit ordentlich Schalldruck unters Volk zu bringen. "Authentisch, schnörkellos und mit Wucht", so Meet the Beat über Meet the Beat, ging's dann auch zur Sache, angesichts der Bühnenbesetzung mit drei Gitarren keinesfalls geschönt, sondern wuchtige Wahrheit. Die Band, im Jahr 2006 durch den Lead-Gitarristen Hardy Bock gegründet, kann auf eine noch recht kurze, dafür aber umso turbulentere und auch tragische Geschichte zurückblicken. "Im vergangenen Jahr ist der Bandgründer Hardy Bock völlig unerwartet gestorben", schilderte Frontmann Ralf Oschwald den Tiefpunkt der Bandgeschichte. Nach einer kurzen Phase der Neuorientierung fand sich mit Manfred Spengler an der Rhythmus-Gitarre und Udo Schröer an der Leadgitarre eine Lösung. Oschwald: "Dadurch sind wir im Sound auch ein bisschen härter geworden." Angesprochen, wer mit dem musikalischen Programm die Zielgruppe von Meet the Beat ausmacht, differenzierte Oschwald. "Natürlich haben die Gäste im Alter von 40 bis 60 die Originale erlebt und die Zeit damals mitbekommen. Aber dadurch, dass wir die Sachen sehr modern spielen, sprechen wir eigentlich alle an, die gerne Musik hören." Was Meet the Beat unter "authentisch, schnörkellos und mit Wucht" verstehen, daran ließen Ralf Oschwald am Mikro, Manfred Spengler, Udo Schröer und Hans Werner Graf an den Gitarren, Jürgen Ruth am Schlagzeug und Wernfried Müller am Bass vom ersten Akkord an keinen Zweifel: Immer wieder dominiert durch die Soli von Udo Schröer, rockten sich die erfahrenen Musiker durch ihr Programm, erzählten nachdrücklich auch die Geschichte der stolzen Marie in einer gewichtigen Interpretation des Klassikers "Proud Mary". Aber auch die Kinks fanden sich im Programm. Deren Songs gewannen durch den Einsatz der drei Gitarristen tatsächlich an Härte und damit auch ein wenig mehr an rockiger Ruppigkeit. Nicht fehlen durften auch die Rolling Stones, deren Lieder, wie beim Klassiker "It's all over now", mit dem Line Up von Meet the Beat auch eine hörbare Veränderung durchlebten, allerdings keineswegs zum Schlechteren. Den Gästen im großen Saal des Bildungszentrums schien die Offerte in Noten zu gefallen, schon nach kurzer Zeit wurde da und dort mit dem Körper gewippt, sangen andere mit Frontmann Ralf Oschwald um die Wette. "Dadurch, dass wir die Sachen sehr modern spielen, sprechen wir alle an, die gerne Musik hören."Ralf Oschwald



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