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Villa Regenbogen
20 Jahre eine Wohnung für Eltern herzkranker Kinder

Homburg. . „Ein kleines Herz braucht einen starken Partner.“ Seit fast 30 Jahren setzt sich der Verein Herzkrankes Kind Homburg/Saar mit Sitz in Riegelsberg für Familien mit herzkranken Kindern ein. Ziel ist, Eltern, deren Kinder im Uniklinikum wegen eines Herzleidens behandelt werden, zu helfen. red

Deshalb enststand vor 20 Jahren die Idee, die Villa Regenbogen als „Oase der Ruhe“ zu gründen. Lange, bevor die amerikanische Schnellrestaurantkette McDonalds das Projekt seiner „Ronald McDonald-Häuser“ in Angriff nahm, existierte schon dank der langjährigen Vorsitzenden des Vereins, Monika Funk, auf dem Campus des Uniklinikums eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit für Eltern, die nahe bei ihrem Kind bleiben wollen: die Villa Regenbogen. Sie sei, so Monika Funk, „eine große Bereicherung für die Eltern, die dort in Ruhe Kraft tanken können.“


Annegret Kramp-Karrenbauer hatte in ihrer damaligen Funktion als Ministerpräsidentin anlässlich eines Jubiläums des Vereins Herzrkankes Kind darauf hingeweisen, „dass sich in der Art und Weise, wie man mit herzkranken Kindern und ihren Familien umgeht, vieles in der Für- und Vorsorge geändert hat“.

Nun feiert die Villa Regenbogen ihr 20jähriges Bestehen und lädt zu diesem Anlass am Samstag, 23. März, zwischen 11 und 16 Uhr zu einem Tag der Offenen Tür ein. Innerhalb der vergangenen 20 Jahre, seit Bestehen der Villa Regenbogen in Gebäude 33, habe man 18 000 Übernachtungen registriert, so Monika Funk. Die Möglichkeit, kostenlos und nahe beim kranken Kind zu wohnen, habe anfangs nur für Mitglieder des Vereins Herzkrankes Kind gegolten, doch dank großzügiger Spenden von Firmen, Vereinen und Privatinitiativen, sei es möglich geworden, „die segensreiche Einrichtung für Elternteile aus mittlerweile 35 Nationen auszudehnen“, erklärt Monika Funk. Die Villa Regenbogen stehe somit auch für das Spektrum der vielen Bewohner aus aller Welt. Und auch für Hofung und Zuversicht. „Anette Forsch, unsere Hausmutter, kennt das Wechselspiel von Glück und Trauer“, so Monika Funk, „bei den durchlebten Gefühlswelten der Eltern zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Freude und Schmerz, fühlen sich die Bewohner aus allen Teilen der Welt von Anette Forsch verstanden, aufgefangen und liebevoll betreut.“



Angeborene Herzfehler seien die häufigsten Organfehlbildungen bei Kindern, erklärte der Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Professor Hashim Abdul-Khaliq. Junge Eltern treffe dies meistens hart und stelle einen Schock dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Betroffenen und ihren Eltern gestalte man den Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich. Eine große Rolle komme dabei dem Verein und der Villa Regenbogen zu.

Der Verein Herzkrankes Kind Homburg/Saar wurde 1991 von 60 betroffenen Eltern gegründet. Die Villa Regenbogen kam neun Jahre später, im Jahr 1999, hinzu. Infos bei Monika Funk unter Tel. (0 68 06) 34 30 oder in der Villa Regenbogen im UKS unter Tel. (0 68 41) 1 62 74 66.