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Überschwemmungen sollen passé sein

EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker (links) nutzte die Gelegenheit, Bürgern die Funktionsweise der Anlage zu erläutern. Foto: Wolf
EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker (links) nutzte die Gelegenheit, Bürgern die Funktionsweise der Anlage zu erläutern. Foto: Wolf
Kirkel-Limbach. Lange hat die Sanierung gedauert, gestern nun stellte der Entsorgungsverband Saar (EVS) sein neues Regenüberlaufbecken samt Flutmulde zwischen Kirkel-Limbach und dem Bayerischen Kohlhof der Öffentlichkeit vor

Kirkel-Limbach. Lange hat die Sanierung gedauert, gestern nun stellte der Entsorgungsverband Saar (EVS) sein neues Regenüberlaufbecken samt Flutmulde zwischen Kirkel-Limbach und dem Bayerischen Kohlhof der Öffentlichkeit vor. "Diese Maßnahme hat ja eine unglaublich lange Geschichte", blickte EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker in seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste der Einweihungsfeierlichkeiten in die Vergangenheit zurück. Im Jahr 1999 hatten die Planungen zur Sanierung der Anlage begonnen. Impuls für das Engagement des EVS waren durch hydraulische Überlastungen begründete Überschwemmung bei Starkregen und damit verbundene Belastungen der Umwelt durch "Restbestandteile der Zivilisation", so Ecker. 1,1 Millionen Euro hat der EVS in die Hand genommen, um die Anlage nun ausreichend zu dimensionieren. Ecker präzisierte in seinen einführenden Worten auch die Kostenaufschlüsselung. "Diese Kosten werden sich nach den Einwohnerwerten verteilen. Da wesentlich mehr Menschen aus Neunkirchen denn aus Kirkel an dieser Anlage hängen, muss Neunkirchen auch einen größeren Anteil an dieser Baumaßnahme tragen." 50 Prozent der Kosten trägt der EVS selbst. Ecker nutzte den Termin vor Ort auch dazu, die Arbeit des EVS zu erläutern und den Gästen die Gewichtung der Aktivitäten aufzuschlüsseln. Hier nannte Ecker die Abwasserentsorgung als deutlich umfangreicher als die von Haus- oder Papiermüll. Kirkels designierter Bürgermeister Frank John, derzeit noch Ortsvorsteher Limbachs, bewertete die Baumaßnahme des EVS aus Sicht der Gemeinde. John erinnerte sich in diesem Zusammenhang auch an die Anfänge seiner Tätigkeit als Ortsvorsteher und an ein damaliges Treffen der saarpfälzischen Ortsvorsteher und Bürgermeister mit dem EVS. "Da wurde uns ein Investitionsplan bis zum Jahr 2010 vorgestellt. In diesem Zeitraum sollten im Saarpfalzkreis 90 Millionen Euro in die Abwasserbeseitigungsanlagen gesteckt werden. Das kam mir damals unheimlich viel vor. Als man dann aber ins Detail gegangen ist, hat man schnell erkannt, wohin das Geld fließt." John nannte hier als Beispiel die nötige Abwasserentsorgung auch kleiner und kleinster Gemeinden. Auch deswegen war sich John sicher: "Ich glaube, das Geld ist hier sehr gut investiert worden." Im Anschluss an die Ausführungen Eckers und Johns war es dann an Martin Schönberger, den Gästen die technischen Aspekte nahe zu bringen. thw