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Seniorenhaus für Limbach in Sicht

Limbach. Nun soll es also doch noch wahr werden: Limbach bekommt voraussichtlich ein Seniorenzentrum. Am 2. Juni erfolgt der Spatenstich um 16 Uhr auf dem Gelände an der Kirchenstraße, wo das Zentrum künftig stehen soll. Die alte Bausubstanz und das ehemalige Kino werden abgerissen, "und dann geht es sofort los", erklärt Ortsvorsteher Frank John Von SZ-Redakteurin Christine Maack

Limbach. Nun soll es also doch noch wahr werden: Limbach bekommt voraussichtlich ein Seniorenzentrum. Am 2. Juni erfolgt der Spatenstich um 16 Uhr auf dem Gelände an der Kirchenstraße, wo das Zentrum künftig stehen soll. Die alte Bausubstanz und das ehemalige Kino werden abgerissen, "und dann geht es sofort los", erklärt Ortsvorsteher Frank John. Betreiber der Einrichtung wird der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der schon ganz zu Beginn der Pläne vor über sieben Jahren im Gespräch war, dann aber aufgrund von Grundstückszwistigkeiten auf das Projekt verzichtete. Der ASB hat nach Aussagen von Frank John das Grundstück auch gekauft, das heißt, er soll Betreiber und Besitzer der Anlage sein. Geplant sind in dem Seniorenzentrum 73 vollstationäre Plätze, die sich auf sieben Hausgemeinschaften verteilen. Es sollen auch zwei Hausgemeinschaften für Demenzkranke und ein Café geschaffen werden. Sogar der Name des Cafés steht schon fest: "Café Sellemols". Was es jedoch nach bisherigen Plänen nicht gibt, ist eine Tagespflege-Einrichtung. "Das bedaure ich sehr" betonte der SPD-Sozialbeigeordnete Walter Nägle, der sich seit Jahren für eine Seniorenhaus-Einrichtung in Limbach einsetzt. Er zeigte sich "sehr zufrieden und froh, dass es endlich geklappt hat". Ganz überraschend sei die Übernahme der Einrichtung durch den ASB nicht gekommen, "denn der war ja schon ganz am Anfang dabei, kam nur nicht zum Zuge". Nachdem sich die Diakonissenanstalt in Speyer in einer unrühmlichen Aktion von dem fest zugesagten Seniorenhaus in Limbach zurückgezogen hatte, wollte der westfälische Seniorenhaus-Unternehmer Uellendahl einspringen, "aber der hat sich nicht mehr gemeldet", so Frank John. Nun sei man wieder am Ausgangspunkt und damit beim ASB angelangt. Ob nun ein weiteres Seniorenheim, das der Kirkeler Bauunternehmer Bösen im Dorfzentrum von Kirkel geplant hat, noch errichtet werden wird, ist fraglich. Einen Spatenstich gab es dort übrigens auch schon. Walter Nägle ist dennoch guten Mutes: "Wenn man die demografische Entwicklung beobachtet, dann braucht jeder Ortsteil eine solche Einrichtung." Um die Tagespflege komme man schon jetzt nicht herum. "Wir werden uns bemühen, dass die Gemeinde diese wichtige Pflege sicherstellt." Er könne sich vorstellen, dass dies mit Hilfe von Mehrgenerationenhäusern möglich gemacht würde, die einerseits als Treffpunkt dienen, andererseits aber auch eine pflegerische Abteilung unterhalten könnten, die von älteren Menschen besucht würde. Meinung



Hoffentlich wird auch gebaut

Von SZ-RedakteurinChristine Maack Es fällt schon schwer zu glauben, dass es diesmal ernst ist mit dem Bau eines Seniorenhauses in Limbach. Zuviele definitive Zusagen, die zu nichts führten, haben wir schon erlebt - von einem Bauunternehmer, der vor einem halben Jahr versprach, mit dem Kirkeler Dorfzentrum anzufangen, bis zu den Diakonissen Speyer/Mannheim, die zwar den Bauplatz blockten, am Ende aber dort gar kein Seniorenhaus errichten wollten. Und nun ist der ASB an der Reihe. Er betreibt, ähnlich wie es bei den Diakonissen mit dem Heim am Homburger Schlossberg der Fall war, bereits ein Seniorenhaus in der Nähe - in Erbach. Und nun soll auch noch Limbach dazukommen. Es bleibt zu hoffen, dass es dem ASB nicht alleine darum geht, die schon vor längerer Zeit vom Kreis bewilligten Pflegeplätze für sich zu sichern. Denn diese Bewilligung ist an einen Baubeginn gekoppelt und läuft im Dezember 2009 aus. Ein Spatenstich zur rechten Zeit macht sich da immer gut. Es ist den Limbachern herzlich zu wünschen, dass dieses Seniorenhaus tatsächlich gebaut wird. Sonst könnte dieser Spatenstich keine gute Idee gewesen sein.