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Neuer Verein soll Menschen in Notlagen unterstützen

Ist der Winterdienst in Kirkel ausreichend? Im Ortsrat Kirkel-Neuhäusel gab es nun Kritik an der bestehenden Praxis. Foto: Thorsten Wolf
Ist der Winterdienst in Kirkel ausreichend? Im Ortsrat Kirkel-Neuhäusel gab es nun Kritik an der bestehenden Praxis. Foto: Thorsten Wolf
Kirkel-Neuhäusel. Mit einem Ja zum neuen Verein "Kirkeler helfen Kirkelern", Überlegungen zum Engagement bei der landesweiten Aktion Saarland Piccobello und Kritik am gemeindlichen Winterdienst ist der Ortsrat Kirkel-Neuhäusel Anfang der Woche ins Sitzungsjahr 2013 gestartet

Kirkel-Neuhäusel. Mit einem Ja zum neuen Verein "Kirkeler helfen Kirkelern", Überlegungen zum Engagement bei der landesweiten Aktion Saarland Piccobello und Kritik am gemeindlichen Winterdienst ist der Ortsrat Kirkel-Neuhäusel Anfang der Woche ins Sitzungsjahr 2013 gestartet. Einstimmung beschloss das Gremium unter Vorsitz von Ortsvorsteher Patrick Ulrich (SPD), die Pläne zum Verein "Kirkeler helfen Kirkelern" nun in die Tat umzusetzen. In der Sitzung selbst gab Ulrich noch einmal detaillierte Einblicke in die Satzung des Vereins. Dieser soll nach seiner formalen Gründung, die in Kürze erfolgen soll, bedürftigen Menschen aus dem Ortsteil Kirkel-Neuhäusel helfen.


Dabei sollen insbesondere Personen in überraschend und unverschuldet eingetretener wirtschaftlicher Notlage diskret und unbürokratische unterstützt werden, so die Satzung. Finanziell speisen soll sich der Verein aus Spenden. Um die in der Satzung festgeschriebene Diskretion zu wahren, werden, auf Vorschlag des stellvertretenden Ortsvorstehers Andreas Kondziela (CDU), lediglich fünf Ortsratsmitglieder, besetzt aus den Reihen der vertretenen Parteien, dem Verein angehören. Ein erster und ein zweiter Vorsitzender sowie ein Kassierer bilden aus diesem Kreis den Vorstand.

Herrschte über die satzungsgemäßen Aufgaben und Pflichten des Vereins im Ortsrat Einigkeit, so wurde der Name des neuen Hilfsinstruments für die Bürger von Kirkel-Neuhäusel noch einmal kurz diskutiert. So empfand Sarah Hochlenert von der CDU den Vereins-Namen "Kirkeler helfen Kirkelern" nach eigener Einschätzung "etwas unglücklich formuliert und irreführend". Immerhin solle der Verein Bürgern des Ortsteils Kirkel-Neuhäusel helfen, analog zum Instrument "Limbacher helfen Limbachern" im Nachbarort. Der Begriff Kirkeler umfasse, so Hochlenert, rein sprachlich aber die Bürger der Gesamtgemeinde. Ihr Vorschlag, um den Vereinszweck schon im Namen klar zu definieren: "Hilfefonds Kirkel-Neuhäusel". Dem mochten die anderen Ortsratsmitglieder nach kurzer Aussprache nicht folgen, es wird beim Namen "Kirkeler helfen Kirkelern" bleiben. Bei Saarland Piccobello will sich der Ortsrat auch 2013 wieder engagieren, das genaue Vorgehen - ob eigenständig oder, wie in der Vergangenheit, in Anlehnung an einen Verein - soll noch geklärt werden.



Geklärt werden soll auch der Umfang, mit dem die Gemeinde ihren Winterdienst betreibt. Andreas Kondziela kritisierte in diesem Zusammenhang den aus seiner Sicht bestehenden Mangel beim Räumen von Nebenstraßen. "Ich finde, man kann von Seiten der Gemeinde schlecht sagen, dass man nur eine bestimmte Anzahl von Hauptwegen räumt." Zwar gebe es einen eingeschränkten Winterdienst, doch sei es in der Vergangenheit üblich gewesen, zumindest ein bis zwei Tage nach dem Räumen der Hauptwege auch die Nebenstraßen zu bedienen. "Diesem Thema sollten wir uns deswegen spätestens im September 2013 widmen. Denn das ist eine Sache, die ich so einfach nicht akzeptiere." thw

Ist der Winterdienst in Kirkel ausreichend? Im Ortsrat Kirkel-Neuhäusel gab es nun Kritik an der bestehenden Praxis. Foto: Thorsten Wolf
Ist der Winterdienst in Kirkel ausreichend? Im Ortsrat Kirkel-Neuhäusel gab es nun Kritik an der bestehenden Praxis. Foto: Thorsten Wolf