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| 20:05 Uhr

Mit einem bunt geschmückten Handwagen durch Altstadt

Altstadt/Limbach. "Uff das Pfingstfest pflegt järlich grosser mutwillen mit danzen, springen, fressen und sauffen unter dem jungen volck fürzugehen, und ob sie wol alle jar abgemahnt werden, will doch wenig helfen

Altstadt/Limbach. "Uff das Pfingstfest pflegt järlich grosser mutwillen mit danzen, springen, fressen und sauffen unter dem jungen volck fürzugehen, und ob sie wol alle jar abgemahnt werden, will doch wenig helfen." Was ein hoher Geistlicher auf Durchreise über die Pfingstbräuche des Jahres 1624 in den saarpfälzischen Ortschaften im Unterton der Resignation feststellte, ist heute im Höchstfall noch als Anekdote von einigem Unterhaltungswert. Zumindest an Pfingstmontag geht es längst gesitteter zu, wenn heutzutage in nur wenigen Orten der traditionelle "Pfingstquack" unterwegs ist. "Quack, quack, quack / Jetz sinn die liewe Pingschde doo/ doo hamma nix se koche/ als wie es bissje Katzefleesch/ unn e paar rabbelderre Knoche ..." Wohlgereimt fängt die Einleitung zu jenen Versen an, mit dem seit altersher am Pfingstmontag Jungen und Mädchen mit bunt geschmückten Handwagen durch Altstadt bewegen. Von früh morgens an ziehen sie durch die Straßen, gegen Mittag ist dann Schluss. Der "Originalquack" besteht aus besagtem Handwägelchen, das bunt geschmückt ist: Obligatorisch sind dabei bunte Bänder und blühende "Bremmen". Eine Gruppe Kinder gehört als Begleitung zu jedem urigen Fuhrwerk, und davon werden am Pfingstmontag, 1. Juni, erfahrungsgemäß gleich Dutzende unterwegs sein. Mit eigenen "Quacken" dabei ist im Übrigen auch der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr. Nach der Tour durch die Altstadter Straßen, in deren Verlauf Eier und Speck, Wurst und Geld gesammelt werden, treffen sich die Akteure zur Mittagszeit Uhr samt ihren pfingstigen Gespannen auf dem Feuerwehrplatz. Dort gibt es aus den Händen des Ortsvorstehers Rudi Enkler wieder eine Mitmachprämie. Die Feuerwehr öffnet aus diesem Anlass ihren Biergarten und setzt eigens den Bratwurst-Grillstand unter Feuer. Zuschauer sind bei diesen bunten Spektakeln natürlich allerorten gern gesehen. Dass dabei über die recht mystischen Wurzeln des Brauchtums gerätselt und diskutiert wird, hat sich inzwischen eingebürgert. Viele Theorien gibt es dazu, so etwa, dass bereits die alten Kelten, die in unserer Region lebten, das Fest anlässlich des "Erwachens der Mutter Erde" feierten. Wagen, die mit belaubten Zweigen, Blumen und Tüchern geschmückt waren, zogen durch die Lande. Bekannt ist, dass derlei vorchristliche Prozessionen stets sieben Wochen nach dem Frühlingsvollmond stattfanden - die vielen Götter sollten damit besänftigt, gutes Wetter und gute Ernte erbeten werden. bam "Quack, quack, quack / Jetz sinn die liewe Pingschde doo/ doo hamma nix se koche/ als wie es bissje Katzefleesch/ unn e paar rabbelderre Knoche ..."Einleitung zum Pfingstmontagsvers