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MGV Kirkel feierte Geburtstag mit Musik
Auf Zeitreise durch die Welt der Musik

Der Männerchor unter der Leitung von Ehrendirigent Kurt Kihm, der unter anderem mit „Träume von der Moldau“ von Bedrich Smetana das Publikum in der Kirche St. Joseph in Kirkel überzeugte.
Der Männerchor unter der Leitung von Ehrendirigent Kurt Kihm, der unter anderem mit „Träume von der Moldau“ von Bedrich Smetana das Publikum in der Kirche St. Joseph in Kirkel überzeugte. FOTO: Bill Titze
Kirkel. Der Männergesangverein Kirkel besteht seit nunmehr 170 Jahren. Dieses große Jubiläum wurde jetzt mit einem Konzert gefeiert. Von Bill Titze

Als im Jahr 1848 noch Revolutionen über den europäischen Kontinent hinwegfegten, da wurde in Kirkel ein Verein gegründet, der bis heute fester Bestandteil des Dorflebens ist: der Männergesangverein Kirkel. Freilich hat sich in den vergangenen 170 Jahren im Vereinsleben einiges geändert, aber eines ist gleich geblieben: der Spaß am Singen.


Das wurde beim Jubiläumskonzert in der katholischen Kirche St. Joseph mehr als deutlich. Neben einigen Anekdoten über die Vereinsgeschichte und der Ehrung langjähriger Mitglieder, waren es nämlich vor allem die Vorträge des „Männerchors“ und des gemischten Chors „1klang“, die für Begeisterung bei den zahlreichen Zuhörern sorgten. Dabei ist der 2013 eingeführte Chor „1klang“ selbst das beste Beispiel für die Veränderungen, die der MGV in den vielen Jahren erlebt hat. Aber auch das Sängerheim machte einige Ortswechsel durch, bis es an seinen heutigen Platz gelangte.

„170 Jahre, das ist schon etwas Gewaltiges“, war auch Landrat Theophil Gallo (SPD) in seinem Grußwort vom schieren Alter des MGV beeindruckt. „Vor allem wenn man bedenkt, dass solch schreckliche Ereignisse wie die beiden Weltkriege in diese Zeitspanne fallen.“ Und so gab es als Anerkennung für diese Leistung auch eine Urkunde von Gallo, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte.



Passend zu solch einer Jubiläumsveranstaltung war dann die Musikauswahl, „die die Gäste auf eine musikalische Zeitreise mitnehmen soll“, wie es der Vorsitzende Dietmar Schäfer ausdrückte. Den Auftakt machte der „Männerchor“ unter der Leitung von Kurt Kihm mit „Den Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven aus dem Jahre 1804. Die Dimension des Alters des Vereins wurde einem dann noch einmal bewusst, als Volkslieder wie „Die Loreley“ oder „Ännchen von Tharau“ vorgetragen wurden, die zur Gründungszeit des MGV bekannt waren.

Nach dem „Männerchor“ zeigte dann auch „1klang“ unter der Leitung von Wolfgang Schmitt sein Potential und überzeugte das Publikum beispielsweise mit „Eight Days a week“ von John Lennon und Paul McCartney. Dieses Stück sollte in gewisser Weise an die unverzichtbare Arbeit der vielen Vorsitzenden erinnern, die über die Jahre eine Menge Freizeit in den Verein investierten.

Zu diesen Präsidenten gehörte unter anderem Günter Wagner, der die Geschicke des MGV von 1984 bis 1990 leitete und bei der Jubiläumsveranstaltung für beeindruckende 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. In der Nachfolge des ersten Präsidenten und Gründungsvaters des Vereins Friedrich Bettinger, steht ebenso Hubert Pfeifer, der das Amt von 2004 bis 2018 leitete und eine Urkunde über 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt. 50 Jahre im MGV kann auch Norbert Simon vorweisen, der insgesamt 35 Jahre als Kassierer tätig war. Alle drei Jubilare bekamen von der Präsidentin des Saarländischen Chorverbandes, Marianne Hurth, eine Urkunde verliehen. Geehrt wurde auch Musikdirektor Kurt Kihm, der von 1974 bis 2017 als Dirigent fungierte und 2018 zum Ehrendirigenten ernannt wurde.

Nachdem die Ehrungen vorgenommen waren, gab es dann noch einmal viel gute Musik vom „Männerchor“ und „1klang“. Das große Finale war schließlich der „Fliegermarsch“ von Herrmann Dostal, der von beiden Chören gemeinsam vorgetragen wurde.