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Max Limbacher gewinnt Wahl

Nach seiner Wahl zum neuen Ortsvorsteher wurde Max Limbacher (rechts) von Bürgermeister Frank John vereidigt. Foto: Bernhard Reichhart
Nach seiner Wahl zum neuen Ortsvorsteher wurde Max Limbacher (rechts) von Bürgermeister Frank John vereidigt. Foto: Bernhard Reichhart FOTO: Bernhard Reichhart
Limbach. In einer Kampfabstimmung hat sich Max Limbacher (SPD) als neuer Ortsvorsteher von Limbach durchgesetzt. Sieben Ortsratsmitglieder gaben ihm bei der jüngsten Sitzung ihre Stimme, vier entschieden sich für Limbachers Konkurrenten Bernhard Krastl von der CDU. Bernhard Reichhart

Max Limbacher (SPD ) ist neuer Ortsvorsteher in Limbach . Bei der jüngsten Ortsratssitzung wurde er in einer Kampfabstimmung zum Nachfolger des bisherigen Ortsvorstehers Heinz Grub (SPD ) für die Legislaturperiode 2014/2019 gewählt. Für Limbacher stimmten sieben Ortsratsmitglieder, sein Gegenkandidat Bernhard Krastl von der CDU erhielt vier Stimmen. Nach seiner Wahl wurde der Kulturwissenschaftler, Sozialarbeiter, Verlagsmitarbeiter und Geschäftsführer gemeinnütziger Einrichtungen Max Limbacher von Bürgermeister Frank John vereidigt. Auch bei der Wahl zum Stellvertreter musste sich der Ortsrat entscheiden. Die SPD-Fraktion schickte den bisherigen Amtsinhaber Heinz Grub ins Rennen, die CDU schlug Norbert Plückhahn (Grüne) vor. Am Ende setzte sich Grub mit sieben zu vier Stimmen durch. Er war am 22. Februar aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Zur Erinnerung: Die für 23. Februar geplante Ortsratssitzung mit der Wahl eines neuen Ortsvorstehers musste wegen der kurzfristigen Erkrankung von Grub um eine Woche verschoben werden. Bereits im Vorfeld hatte Bürgermeister Frank John mitgeteilt, dass Grub sein Ortsratsmandat behalten werde. Vor dem Wahlgang hatte sich der Bürgermeister bei Heinz Grub für dessen Engagement bedankt und ihm einen Gutschein für das Homburger Kombibad Koi übergeben. Seit 25 Jahren sei Grub Mitglied im Limbacher Ortsrat und habe 2009 das Amt des Ortsvorstehers übernommen, so John: "In seiner Eigenschaft als Ortsvorsteher hat er in den vergangenen Jahren viel bewegt". Er habe im Ortsrat "eine schöne Zeit verbracht", doch "ich mache jetzt Schluss", betonte der gesundheitlich angeschlagene Grub. Er wies auf das gute Miteinander im Ortsrat zum Wohle des Gemeindeteils Limbach hin: "Es lohnt sich, in Limbach zu leben".

In einer persönlichen Erklärung ging der neue Ortsvorsteher Max Limbacher auf die Aufgaben des Ortsrates und des Ortsvorstehers ein. "Die Arbeit des Ortsrates sollte bürgernah sein". Um eine Bürgerferne überwinden zu helfen, sollte sich "unser Gremium stärker um die Menschen unserer Gemeinde bemühen, einen Schritt auf sie zugehen". So möchte Limbacher in Zukunft Ortsratstreffen nicht mehr zwangsläufig im Rathaus einberufen, sondern zeitweise an unterschiedlichen Orten und zwar als Viertelversammlungen, um mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus sollte es zu den zentralen Anliegen gehören, gemeinwohlorientiertes bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen. Diese Punkte sehe er als "eine Zukunftsinitiative des Ortsrates, die sich nur gemeinsam umsetzen lassen werden". Maßgeblich dafür sei der Stil, den Heinz Grub in dieser Hinsicht zur guten Gewohnheit werden ließ, nämlich die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Er wolle die Zusammenarbeit im Ortsrat Limbach im Interesse von Limbach weiter pflegen und ausbauen. "Ich stehe für ein faires Miteinander". Auch er dankte seinem Vorgänger. Er freue sich, dass Grub sich bereit erklärt habe, sich trotz seiner derzeitigen Beschwerden weiter als stellvertretender Ortsvorsteher insbesondere für sein Herzensanliegen, die Unterstützung der Limbacher Vereine, zu engagieren, so Limbacher.