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Pfälzerwaldverein Kirkel
Info-Abend zur „Festung Kirkeler Wald“

Kirkel. Im Kirkeler Wald und in seiner unmittelbaren Umgebung verstecken sich zumeist zerstörte Überreste des „Westwalls“, der militärischen Befesti­gungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Inzwischen ist buchstäblich Gras oder Wald darüber gewachsen und kaum jemand weiß noch etwas über die Hintergründe dieser Hinterlassenschaften einer dunklen Zeit. Die Geheimnisse um diese Anlagen und die besondere Rolle des Kirkeler Walds am Vorabend des Kriegs lüftet am Freitag, 9. März, 18 Uhr, der Militärhistoriker und Sachbuchautor Jörg Fuhrmeister (Blieskastel) im Pfälzerwaldhaus in Kirkel-Neuhäusel. Der Informationsabend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Unser Kirkeler Wald“ des Pfälzerwald-Vereins Kirkel. Von red

Vor knapp 80 Jahren wurde letztmalig versucht, militärische Befestigungs­anlagen, Gefechtsstellungen, Befehls- und Sanitärbunker in der Landschaft zu „verstecken“. Der sogenannte Westwall, die „Siegfried-Linie“, zog sich von Freiburg bis Aachen entlang der Westgrenze Deutschlands. Im Gegensatz zum defensiven Pendant auf französischer Seite, der Maginot-Linie, stand dabei maßgeblich der Revanche-Gedanke Pate, Rache zu nehmen für den verlorenen Weltkrieg 1914/1918. In diesem Zusammenhang kam dem Kirkeler Wald eine besondere Bedeu­tung zu. Ein komplexes System von heute kaum noch bekannten Bunkern und befestigten Stellungen durchzog das damals zum Sperrgebiet erklärte heutige Naherholungsgebiet. Rheinland-Pfalz hat die auf ihrem Gebiet befindlichen Hinterlassenschaften gänzlich unter Denkmalschutz gestellt. Dies ist im Saarland bislang nur punktuell geschehen. Aber auch für den Kirkeler Wald gibt es Überlegungen, einen Teil der Anlagen durch einen historischen Wanderweg zu erschließen.