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Kino
Filme schauen mit pikanter Note

Theaterleiter Sebastian Bernd hatte die Idee zu dem Maggi-Popcorn.
Theaterleiter Sebastian Bernd hatte die Idee zu dem Maggi-Popcorn.
Homburg. Im Homburger Eden-Kino gibt’s seit Anfang der Woche Maggi-Popcorn. Die Resonanz auf die Aktion ist beeindruckend. Von Jennifer Klein

„Großartiges vereint sich! Maggi trifft auf Popcorn!“ Mit diesem Facebook-Post Ende Juli fing alles an. Seitdem sprach es sich bei den Kinogängern im Lande herum: Im Homburger Eden-Kino gib es Maggi-Popcorn! Inzwischen pilgern Menschen aus dem ganzen Land ins „Eden“, um dort das neue Maggi-Popcorn zu probieren. „Mit dieser Resonanz hätte ich nie gerechnet!“, gibt Sebastian Bernd lachend zu. Der Theaterleiter des Homburger Kinos, das ebenso wie der Neunkircher Cinetower zur Cinemas Group von Andreas Simon gehört, hatte die Idee zu dem neuen Snack zum Film.


Das heißt, eigentlich habe ihn ein Kunde auf die Idee gebracht, räumt er ein. Dem habe er an der Theke die obligatorische Frage gestellt „Popcorn süß oder salzig?“, und der habe gesagt: „Am liebsten mit Maggi!“ Da habe er sich gedacht: Das kann man doch mal probieren, erzählt Sebastian Bernd. Gedacht, getan. In einer „Testreihe“ versuchte er an mehreren Abenden in der Popcorn-Maschine verschiedene Kombinationen – das Kunststück ist nämlich, die richtige Mischung zu finden, damit das Popcorn nicht durchmatscht, „das saugt ja Flüssigkeit wie ein Schwamm auf“. Denn man kann das flüssige Maggi nicht einfach zugeben wie Salz oder Zucker, die eingestreut werden. Mehr als einmal musste er die Maschine anschließend einer gründlichen Reinigung unterziehen, weil der Test nicht so ganz optimal verlief. Inzwischen mischt er rund viereinhalb bis fünf Kilo Popcornmais und ungefähr 600 Milliliter Maggi – Genaueres zur Zubereitung will er nicht verraten, „das bleibt ein Geheimrezept“, meint Bernd.

Und wie schmeckt er denn nun, der neue Trend-Knallmais aus Homburg? Auf den ersten Blick sieht das neue Popcorn eigentlich nicht viel anders aus als das bekannte, vielleicht ein bisschen mehr gelb im Ganzen – da hat der Maggizusatz doch für etwas mehr Farbe gesorgt. Auch beim Griff in die Tüte kein großer Unterschied: genauso trocken und fluffig, wie man das kennt.



Was aber direkt auffällt, auch ohne, dass man bewusst reinschnuppert: der unverkennbare Maggi-Duft. Und der Geschmackstest hält, was die Riechprobe versprochen hat: Das Maggi-Popcorn schmeckt intensiv würzig und pikant, und es isst sich irgendwie ziemlich locker weg – für Maggi-Fans könnte das echtes Suchtpotenzial haben. Über den Saarländer und die „Maggi-Magie“ sind ja schon ganze Bücher geschrieben worden. Wer allerdings nicht so auf die saarländische Traditions-Flüssigwürze in der charakteristischen rot-gelben Flasche steht, der bleibt vielleicht besser bei der salzigen oder süßen Popcorn-Variante. Sebastian Bernd selbst isst übrigens auch „schon mal ganz gern Maggi, zum Beispiel auf gebratenen Nudeln oder Ei, aber jetzt nicht auf allem“.

Seit Montag dieser Woche ist die neue Popcorn-Variante im Verkauf, und inzwischen gehe mehr Maggi-Popcorn über die Theke als salziges Popcorn, hat Bernd festgestellt. Menschen kommen extra ins Kino, nur um Popcorn zu kaufen, Facebook-Posts und E-Mails zeigen, dass die Aktion inzwischen Kreise zieht. „Für eier Maggi-Popcorn müsst ma eich im Saarland heilisch spreche!“, kommentierte zum Beispiel Manuel Nau auf Facebook. Aus dem Maggi-Kochstudio kam ein Instagram-Post „Super Idee!“

Theaterleiter Bernd verbindet mit der Aktion – neben dem kulinarischen Experiment – aber auch die Hoffnung, wieder mehr Menschen fürs Kino zu begeistern. Eine Faszination, die er nie verloren hat: die große Leinwand, der Saal wird dunkel, Handy und Tablet mal weglegen und für zwei Stunden in die Welt des Films eintauchen – das sei immer noch ein Erlebnis, trotz der Konkurrenz in Form von Heimkino, DVD, Streaming-Diensten wie Netflix und Co.

Mit neuen Formaten wie zum Beispiel Opern-Übertragungen will man den Besuchern etwas Besonderes bieten. Die Sonderprogramme wie sehenswerte Filme, die der VHS-Filmclub auswählt oder „Rollenwechsel – Kirche im Kino“, mitgetragen vom Bistum Trier, will man verschiedene Zielgruppen ansprechen. Auch „Retro-Filme“ kommen gut an, die Sondervorstellung zum Beispiel zu „30 Jahre Dirty Dancing“ sei ein echter Erfolg und ruckzuck ausverkauft gewesen, erklärt Bernd. Demnächst am Sonntag, 19. August steht im „Event-Cinema“ ein Elvis-Special an zur Feier des 50. Jahrestags am 16. August.

Und mit dem neuen Maggi-Popcorn kann man dann – bisher exklusiv im Homburger „Eden“ – großes Kino genießen mit pikanter Note.

Sieht aus wie das normale Popcorn, schmeckt aber wesentlich pikanter: das neue Maggi-Popcorn im Eden-Kino.
Sieht aus wie das normale Popcorn, schmeckt aber wesentlich pikanter: das neue Maggi-Popcorn im Eden-Kino. FOTO: Jennifer Klein