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Projekttag Menschenrechte
Handeln für die Menschenrechte

Die Gemeinschaftsschule in Limbach setzt sich seit Jahren für mehr Toleranz ein. In der kommenden Woche findet ein Aktionstag zum Thema Menschenrechte statt.
Die Gemeinschaftsschule in Limbach setzt sich seit Jahren für mehr Toleranz ein. In der kommenden Woche findet ein Aktionstag zum Thema Menschenrechte statt. FOTO: Thorsten Wolf
Limbach. Die Zehntklässler der Gemeinschaftsschule in Limbach engagieren sich bei einem Projekttag mit Diskussionsrunde. Von red

Im Kontext des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember lädt die Gemeinschaftsschule Kirkel-Limbach gemeinsam mit dem Adolf-Bender-Zentrum für kommenden Montag, 11. Dezember, zu einem Projekttag für die zehnten Klassen mit anschließender Diskussionsrunde ein.



Die Gemeinschaftsschule mit Sitz in Limbach setzt sich bereits seit langer Zeit in vielfältiger Weise für eine demokratische und tolerante Gesellschaft ein, unter anderem als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, durch die jährlich vom Landkreis geförderte und vom Adolf-Bender-Zentrums angebotene „Geschichts-AG“ oder aktuell mit einem Wettbewerbsbeitrag im Förderprogramm „Demokratisch Handeln!“, wie es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung weiter heißt. Unter dem Titel „Handeln für die Menschenrechte“ präsentiert das Adolf-Bender-Zentrum erstmals sein neues Workshopangebot zur Menschenrechtsbildung, dessen Entwicklung durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert wurde.

Am Vormittag arbeiten die Schüler unter Betreuung durch ausgebildete Mitarbeitende des Adolf-Bender-Zentrums in einem Workshop mit den Stationen der Lernumgebung. Die Jugendlichen können Inhalte selbst erarbeiten oder sich spielerisch damit in Einzel- oder Gruppenarbeit beschäftigen. Das Thema Menschenrechte wird verständlich, nachvollziehbar in einer jugendgerechten Sprache vermittelt, Bezüge zu den Lebenswelten und dem Alltag der Jugendlichen werden hergestellt. Sie können erkennen, welche Bedeutung die Menschenrechte für das alltägliche Zusammenleben besitzen und werden befähigt, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu reflektieren.

Im Anschluss ab 12.15 Uhr haben die Jugendlichen die Möglichkeit, die am Vormittag entstandenen und formulierten Fragen zu diskutieren. Hierzu stehen Landrat Theophil Gallo sowie ein Vertreter des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes als Gesprächspartner zur Verfügung und werden aufzeigen, inwiefern jeder von uns die Möglichkeit hat, für die Einhaltung der Menschenrechte einzutreten und welche Anstrengungen Land und Kommunen vor Ort unternehmen um diese zu schützen. Die Konzeption für eine handlungsorientierte und mobile Ausstellung mit Übungspool für Jugendliche ab 14 Jahren zum Thema Menschenrechte wurde im Jahr 2016 auf Grundlage der langjährigen Projektarbeit des Adolf-Bender-Zentrums mit der Geschichts-AG der Gemeinschaftsschule Kirkel entwickelt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Mit Förderung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes wurden sechs Stationen erarbeitet, die unterschiedliche Spiel- und Arbeitsmöglichkeiten für Kleingruppen (jeweils bis zu acht Personen) bieten.

Die dadurch entstehende mobile Lernumgebung bietet eine jugendgerechte und alltagsnahe Einführung in die Thematik Menschenrechte. Ziel ist neben der Wissensvermittlung über Prinzipien und Geschichte der Menschenrechte, die Sensibilisierung und das Empowerment gegenüber Diskriminierungen im Alltag und gegenüber Menschenrechtsverletzungen.

Die Lernumgebung orientiert sich an Zielen der Menschenrechtsbildung, wie sie zum Beispiel vom Institut für Menschenrechte und der Bundeszentrale für politische Bildung formuliert wurden.