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Ganz im Zeichen der Liebe

Kirkel. Den Nachwuchssorgen begegnen der evangelische Kirchenchor Kirkel-Neuhäusel und der katholische Kirchenchor St. Mauritius Lautzkirchen damit, dass sie sich bei Konzerten gemeinsam stärken. So auch wieder am vergangenen Sonntag. Bernhard Reichhart

Ganz im Zeichen der Liebe stand das Gemeinschaftskonzert zweier Kirchenchöre am vergangenen Sonntag in der Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel. Seit zehn Jahren arbeiten der evangelische Kirchenchor Kirkel-Neuhäusel und der katholische Kirchenchor St. Mauritius Lautzkirchen eng zusammen. Die beiden eigenständigen Chöre haben mit Gastsängern aus dem jeweils anderen Chor in dieser Zeit die Gottesdienste in ihren Kirchengemeinden immer wieder musikalisch bereichert. Weil beide Chöre jedoch Nachwuchssorgen haben, vereinen sie sich für größere Aufgaben zu einer ökumenischen Singschar.

Als Krönung dieser langjährigen Gemeinschaftsarbeit und als Ergebnis einer annähernd zwei Monate langen Probenphase präsentierten sich die beiden Chöre unter dem Motto "All you need is love" in der Friedenskirche allen Freunden des Chorgesangs. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Yves Hary, dem Leiter des Kirkeler Kirchenchores. Er hatte ein Programm zusammengestellt, das die verschiedenen Aspekte der Liebe musikalisch hervortreten ließ. In seiner Begrüßung dankte Günther Schmalz, Mitglied des Kirkeler Presbyteriums, dem Lautzkircher Chor sowie dem Quartett Komplementär, aber auch Yves Hary, der die Stücke für dieses Konzert ausgesucht hatte.

Einen wesentlichen Teil dieses Konzertes bestritt das Quartett Komplementär. In der Besetzung Kathrin Notte-Zeck, Maya Wittinger-Houy, Yves Hary und Raphael Petri begeisterte das vierköpfige A-Cappella-Ensemble mit weltlichen und geistlichen Liedern sowie durch eigene Arrangements und Kompositionen, so beispielsweise den legendären Beatles-Titel "All you need is love", der auch das Motto dieses Konzertes war. Abgerundet wurden die musikalischen Beiträge der beiden Chöre und des Quartetts von entsprechenden Texten, die von Sabine Grützner vorgetragen wurden. "Liebe ist universell und speziell" , verwies sie auf die Liebe zwischen Partnern, die "sehr schmerzhaft sein kann, aber auch verbindet", auf die Liebe zu Gott, auf die Nächstenliebe sowie auf die Liebe , die in einem entfernteren Sinn von Liebe spreche.

"Lauschen Sie den Sängerinnen und Sängern, die von der Entzückung, der Verzweiflung, von Höhen und Tiefen der Liebe singen", wandte sich Sabine Grützner an das Publikum in der Friedenskirche. Darüber hinaus könne Liebe aber auch andere Gründe haben. Als Beispiele nannte sie die Liebe zur Musik, zu einem guten Wein, zum Gesang oder zu einer melancholischen Sehnsucht nach dem Meer.

Wie groß die Freude zum Gesang bei den Chorsängern war und in welch vielfältigen Formen die Liebe ihren Ausdruck finden kann, das zeigten die beiden Kirchenchöre und das Quartett Komplementär mit ihren Liedern.

Ein zweites Konzert findet am Sonntag, 22. März, 17 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche Lautzkirchen statt.