| 19:08 Uhr

„Es war gefühlte 60 Grad heiß“

53 Starter gingen auf die Halbmartathonstrecke beim Limlauf. 47 davon erreichten bei 35 Grad das Ziel. Erster war Marco Lack. Foto: Holzhauser
53 Starter gingen auf die Halbmartathonstrecke beim Limlauf. 47 davon erreichten bei 35 Grad das Ziel. Erster war Marco Lack. Foto: Holzhauser FOTO: Holzhauser
Limbach. Die Hitze war nahezu unerträglich. Dennoch kamen 226 Sportler am Samstag nach Limbach, um zu laufen. Es war ein großer Kampf, vor allem für die Halbmarathonstarter. Am Ende gewann Marco Lack über die 21,1 Kilometer lange Strecke in 1:19,24 Stunden. sho

Die extrem heißen Temperaturen von über 35 Grad haben den Organisatoren des Limlaufs am vergangenen Samstag einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Statt der im Vorfeld erhofften 450 Teilnehmer waren lediglich 226 Sportler vor Ort. "Es war gefühlte 60 Grad heiß. 206 Läufer haben das Ziel erreicht. Es musste zum Glück kein Sportler durch die Sanitäter nach der Ankunft im Ziel behandelt werden", erklärte Rainer Huwer aus dem Organisationsteam. Unterwegs hatte der Veranstalter für ausreichend Verpflegungsstellen gesorgt. Etliche Teilnehmer starteten aufgrund der Witterung in einem kürzeren Lauf als sonst. Huwer sagte: "Im kommenden Jahr feiert der Limlauf sein 25-jähriges Jubiläum - dann hoffentlich nicht mehr bei solch extremen Witterungsbedingungen."



Zunächst hatten 34 Schüler um den Sieg gewetteifert. Schnellster Junge über zwei Kilometer war Jarno Köhler vom LA-Team Saar in 7,51 Minuten. Kurz darauf erreichte mit Katharina Coen vom LAZ Saar 05 das beste Mädchen in 8,10 Minuten die Ziellinie. Um 17.30 wurden dann die drei Erwachsenen-Läufe über die Halbmarathon-Distanz, über zehn und 5,3 Kilometer gestartet.

Schnellster Mann über 5,3 Kilometer war Marcel Luka von Grojo's LTF Elversberg in 20,18 Minuten. Der 26-Jährige war bereits des Öfteren beim Limlauf mit dabei gewesen. "Es war extrem heiß. Ich bin daher den Lauf ziemlich moderat angegangen. Zwischen Kilometer drei und vier konnte ich mich dann von der Konkurrenz absetzen", meinte Luka und ergänzte: "Ich liebe beim Laufen eher die Minusgrade - von daher war es für mich heute besonders brutal. Allerdings muss man den Organisatoren ein Riesenlob machen. Sie waren klasse auf die Hitze vorbereitet und stellten ausreichend Getränke zur Verfügung."

Heidi Hartmann von den Fribi Fun Runners (Friedrichsthal-Bildstock) lief nach 25,58 Minuten als erste Frau durchs Ziel. Die 51-Jährige war bereits 2015 beim Limlauf am Start. "Damals aber über zehn Kilometer, heute wollte ich das aufgrund der Hitze nicht", meinte die erfahrene Sportlerin. Auch sie lobte die Organisation. "Ganz toll ist auch die Anzeigetafel in der Dorfhalle, auf der live die Ergebnisse angezeigt werden. So etwas findet man nicht sehr oft", berichtete die Siegerin.

Über zehn Kilometer dominierte Sebastian Nadler von Speed-Force in 34,57 Minuten die Konkurrenz . Der 32-Jährige aus München war am Wochenende in der Nähe bei einem Kumpel aus Hornbach zu Besuch und startete spontan in Limbach . "Für mich sind alle Finisher heute Sieger. Ich hatte zuletzt zwei Monate lang mit einer Wadenverletzung zu kämpfen. Ich gehe jetzt für zwei Jahre auf Weltreise. Erste Station wird Namibia sein", sagte der Bayer. Und bei den Frauen siegte Anja Schranz von Grojo's LTF Elversberg in 50,08 Minuten.

Über die Halbmarathon-Distanz gab es an Marco Lack vom ATSV Saarbrücken kein Vorbeikommen. Er erreichte nach 1:19,24 Stunden die Ziellinie. Ebenfalls ungefährdet war der Sieg bei den Frauen durch Julia Brengel-Keck vom LA-Team Saar. Die in der Region bekannte Läuferin trotzte den heißen Temperaturen und benötigte für die Strecke 1:35,30 Stunden.

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