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Boule
Endlich rollen wieder die silbernen Kugeln

Mit viel ehrenamtlichem Engagement haben die „Chilisti“ des Chili Clubs Limbach mit ihrem Präsidenten Wolfgang Klein an der Spitze (Mitte) die Boule-Bahn am Senioren-Fitness-Park in Limbach saniert.
Mit viel ehrenamtlichem Engagement haben die „Chilisti“ des Chili Clubs Limbach mit ihrem Präsidenten Wolfgang Klein an der Spitze (Mitte) die Boule-Bahn am Senioren-Fitness-Park in Limbach saniert. FOTO: Thorsten Wolf
Limbach. Mit viel Einsatz und Unterstützung hat der Limbacher Chili Club die Boule-Bahn am Senioren-Fitness-Park hergerichtet.

Nun ja, eigentlich kennt man den Limbacher Chili Club vor allem, und das gibt der Name ja schon her, wegen seiner Liebe und Leidenschaft eben für den Anbau und die artgerechte Verwendung von Chili – und für seine bestens bekannte, respektlos-humorige Form der Außenkommunikation. Aber: Der Anbau der ausgesprochen feurigen Paprika-Art und die überaus feurige „Club-Berichterstattung“ im amtlichen Bekanntmachungsblatt der Gemeinde Kirkel sind bei Weitem nicht alles, mit dem die Cluber um ihren Präsidenten Wolfgang Klein punkten können.


Denn auch als Boule-Spieler sind die „Chilisti“ im Ort bekannt. Jeden Samstag treffen sie sich an der Boule-Bahn des Senioren-Fitness-Parks am ASB-Seniorenheim in Limbach – und schieben gepflegt keine ruhige, sondern eine zielsichere Kugel.

Doch für ein gutes Boule-Spiel benötigt man eben auch eine gute Boule-Bahn. Und die am Seniorenheim erfüllte diese Anforderung nicht mehr, weder für die Spieler des Limbacher Chili Clubs noch für alle anderen, die diese gemeindeeigene Anlage nutzen. Was tun? Die Chili-Agrarökonomen aus Leidenschaft fackelten nicht lange und machten sich kurzerhand daran, die Bahn auf „französische Norm“ zu bringen.



„Der Belag war einfach nichts mehr. Und deswegen haben wir mit Unterstützung der Gemeinde in Person von Christof Weis den oberen Teil des Belags bis auf den Schotter runtergeholt.“ Mit Material der Gemeinde, so Wolfgang Klein, habe man dann den Belag der Bahn erneuert – und gleich noch drumherum neuen Rasen eingesät. Klein machte klar, dass man auch zugunsten der anderen Spieler auf der Bahn schlicht die Gemeinde nicht habe „mit dem Problem belämmern“ wollen. „Die müssen ja nicht alles machen.“

Eine gute Aktion sei das gewesen, war sich Wolfgang Klein im Gespräch mit unserer Zeitung sicher, auch und gerade wegen der guten Zusammenarbeit mit Christof Weis, dem Leiter von Bauhof und Friedhofswerk der Gemeinde. „Jetzt ist die Bahn soweit in Ordnung, dass man wieder gut darauf spielen kann.“ Und dieses „gut spielen“, darauf wies Christof Weiß hin, komme auch dem ASB-Seniorenheim zugute, jeden Mittwoch würden Bewohner der Einrichtung die Boule-Bahn nutzen, „die kommen sogar mit dem Rollator hierher“. Dass die Sanierung nach fünf Jahren nötig war, begründete Weis mit dem Umstand, dass man damals bei der Ausschreibung für den Bau der Anlage schlicht nur „rote Erde“ als Belag gefordert hatte.

„Diese rote Erde war für den Betrieb einer solchen Anlage kaum geeignet, da sie sich mit den Jahren zu sehr verdichtet hat. Bei Regen konnte das Wasser auf der Bahn nicht mehr versickern. Und bei Sonnenschein war die Bahn hart wie Beton. Also konnte man eigentlich gar kein Boule mehr spielen.“ Als Ersatz wurde nun wieder rote Erde eingebaut – diese erfülle aber mit einer entsprechenden Körnung die Ansprüche an eine taugliche Boule-Bahn. Was Weis besonders würdigte, das war das ehrenamtliche Engagement des Chili Clubs für die Gemeinschaft im Ort. „Da macht es dann auch Spaß, hier als Gemeinde zu unterstützen!“ Zu diesem Spaß gehöre auch, dass der Chili Club nun auch die Pflege der Bahn übernehmen werden, „deswegen bin ich dem Club sehr dankbar!“

Auch Limbachs Ortsvorsteher Max Victor Limbacher freute sich über das Engagement des Chili Clubs: „Öffentliche Angebote wie diese Boule-Bahn leben ja nur, wenn sie von den Menschen angenommen werden und fortentwickelt werden. Das ist hier der Fall. Zudem ist ein solches Engagement von Bürgern das Lebenselixier in einer Gemeinde. Deswegen ist das einfach spitze.“

Eine Hoffnung haben nun alle. Und die formulierte Wolfgang Klein. „Wir würden uns sehr freuen, wenn auch andere Leute die Bahn annehmen und hier spielen würden. Viele wissen gar nicht, dass es diese Anlage gibt und dass man sie einfach so nutzen kann.“

Und dann, ganz zum Schluss des kleinen Pressetermins, bewiesen die Chili- und Boule-Spezialisten aus Limbach dann noch ihren legendären Humor. Wolfgang Klein mit einem breiten Grinsen: „Heute sind so viele von uns hier – wir überlegen schon, ob wir eine ‚Boule-Bahn West‘ bauen sollen.“

(thw)