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Billard
Ein Traum ist in Erfüllung gegangen

Für Mannschaftskapitän Tim Goergen und seine Mitstreiter im Billardverein Brotdorf wird es bald ernst: Am 23./24. September beginnt für die Brotdorfer nach einem fulminanten Durchmarsch das Abenteuer „Zweite Bundesliga“.
Für Mannschaftskapitän Tim Goergen und seine Mitstreiter im Billardverein Brotdorf wird es bald ernst: Am 23./24. September beginnt für die Brotdorfer nach einem fulminanten Durchmarsch das Abenteuer „Zweite Bundesliga“. FOTO: SZ / Tim Goergen
Altstadt. Der PBC Joker Altstadt greift in der 1. Poolbillard-Bundesliga ins Geschehen ein. Von Stefan Holzhauser

Die Poolbillard-Spieler des PBC Joker Altstadt starten an
diesem Wochenende in das bislang größte Abenteuer der Vereinsgeschichte.
Dann ist der Aufsteiger erstmals in der 1. Bundesliga am Start. Die Saarländer gastieren zunächst am Samstag um 14 Uhr beim PBC Schwerte, ehe sie am Sonntag um 11 Uhr beim BC Oberhausen antreten müssen. Am Samstag, 14. Oktober, findet dann im Vereinslokal Auf der Heide (neben dem Sportplatz des SV Altstadt) das Premieren- Ersligaspiel von Joker statt. An diesem Tag ist um 14 Uhr der BV Mörfelden-Walldorf im kleinsten Kirkeler Gemeindeteil zu Gast.


Am darauffolgenden Tag kommt es dann zu Hause um 11 Uhr zum Aufeinandertreffen mit dem BSC Neukirchen-Geldern. Die weiteren Gegner der Altstadter in der deutschen Elite-Liga sind der BSV Fürstenfeldbruck, BSV Dachau und Fortuna Straubing.
Die beiden letzten Mannschaften steigen ab. Eigentlich wäre ein Klassenverbleib der Altstadter gegen die mit unzähligen Weltstars bestückten Mannschaften ziemlich unrealistisch gewesen. Doch nun gibt es aus zwei Gründen Hoffnung auf den Ligaerhalt. So hat der BC Queue Hamburg aufgrund des Umbaus seines Vereinsheims – mit der Folge, nur noch auswärts antreten zu können – seine Mannschaft aus der Liga zurückgezogen.

Der freie Platz wurde in einem Relegationsspiel zwischen den Zweitliga-Zweiten Joker Kamp-Lintfort (Nord) und BV Mörfelden-Walldorf (Süd) vergeben, das der BV gewann. Somit werden sich nun die drei Aufsteiger aus Altstadt, Mörfelden-Walldorf und Neukirchen-Geldern (Meister 2. Liga Nord) um den drittletzten Platz streiten.
Hoffnung auf den Klassenverbleib macht auch die Neuverpflichtung von Nationalspieler Sebastian Ludwig vom aktuellen deutschen Meister BSV Dachau, für den er in der letzten Saison sämtliche Partien gewann. „Er wohnt in Bingen und wollte nicht mehr so weit nach Dachau fahren“, sagt Ralf Wack. Der 49-jährige Routinier wird in dieser Saison in der ersten Mannschaft kürzer treten und sich ansonsten als Jugendtrainer im Verein engagieren. „Ich helfe der Zweiten aus. Wir wollen mit den Jungs von der Ober- in die Regionalliga aufsteigen“, betont Wack. Er lobt den großen Zusammenhalt im Verein.



So wurden in der Sommerpause eine Tribüne und eine neue Toilettenanlage gebaut, außerdem eine elektronische Anzeigetagel im Vereinsheim installiert.
Mannschaftsführer Sebastian Staab hat sich am vergangenen Wochenende durch den Sieg bei den Hangelar Open weiteres Selbstvertrauen für den Bundesliga-Start geholt. „Es ist schon sehr lange her, dass ein Aufsteiger die 1. Liga halten konnte. Mein Meisterschaftsfavorit ist Titelverteidiger BSV Dachau“, meint Staab und ergänzt: „Oberhausen und Schwerte haben ebenfalls gute Chancen.“
Am ersten Doppel-Spieltag gelte es, die haushohen Favoriten Schwerte und Oberhausen zu ärgern. „Für mich persönlich ist durch diesen Aufstieg ein Traum in Erfüllung gegangen“, erklärt Staab. Am Wochenende werden außer ihm noch Christopher Ahrens, Marco Dorenburg sowie Ludwig am Tisch stehen.