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Burghalle ist ein begehrter Trainingsort

Die Burghalle in Kirkel-Neuhäusel ist in der Wintersaison gut belegt. Das sorgt mitunter dafür, dass die Wünsche der Vereine nach sinnvollen Nutzungszeiten kollidieren. Foto: Thorsten Wolf
Die Burghalle in Kirkel-Neuhäusel ist in der Wintersaison gut belegt. Das sorgt mitunter dafür, dass die Wünsche der Vereine nach sinnvollen Nutzungszeiten kollidieren. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Kirkel-Neuhäusel. Viele Vereine nutzen regelmäßig die Kirkeler Burghalle. Problem: Die Haupttrainingszeiten liegen zwischen 16/17 Uhr bis 20 Uhr. Entsprechend gibt es zu dieser Zeit Engpässe. In der jüngsten Sitzung des Ortsrates wurde das Problem rege diskutiert; eine Lösung ist allerdings nicht in Sicht. Thorsten Wolf

Wer darf in der Wintersaison die Burghalle Kirkel zu welchen Zeiten nutzen? Mit diesem immer wiederkehrenden Thema befasste sich am vergangenen Mittwochabend der Ortsrat Kirkel-Neuhäusel unter Vorsitz von Ortsvorsteher Patrick Ulrich (SPD ). Eine abschließende Lösung stand nicht am Ende der Diskussion - immerhin präsentierte sich die durchaus kontrovers. Aktueller Anlass, so Ulrich, sei der Wunsch des Turnvereins Kirkel, "der ganz gerne andere Hallenzeiten hätte". CDU-Fraktionssprecher Andreas Kondziela monierte, der Ortsrat befasse sich erneut zu spät mit dem Thema. So habe er schon in der Vergangenheit empfohlen, die Hausmeister der Burghalle dazu aufzufordern, die tatsächliche Hallenbelegung festzustellen, "das ist nicht geschehen. Und jetzt ist der Hase wieder über den Berg, wir stehen wieder am Anfang der Geschichte".

Ulrich gestand ein, dass man sich in der Tat schon für die Hallensaison 2013/2014 mit dem Thema befasst habe. Man habe entsprechende Auskunft über die Trainingszeiten angefordert. Grundsätzlich sei das Problem, dass jeder Verein das Zeitfenster zwischen 16 oder 17 Uhr bis 20 Uhr nutzen wolle, "die Zeiten davor und danach sind die, die keiner will, weil man sie nicht nutzen kann".

Andreas Kondziela schlug eine Überprüfung vor, ob nicht die Möglichkeit bestehe, Trainingseinheiten auch in die Dorfhalle Limbach zu verlagern. Konkret sagte er: "In Limbach trainiert die Betriebssport-Gruppe von Casar. Ich bin der Meinung: Wenn es Engpässe gibt und Vereine Hallenzeiten brauchen, dann kann eine Betriebssport-Gruppe wie die der Casar es sich schon leisten, im Umkreis eine Fußball-Halle zu mieten." Der Verlagerung von Trainingszeiten nach Limbach sprach Ulrich im Gegenzug keine großen Erfolgsaussichten zu. "Welcher Verein ist bereit, das organisatorisch zu managen?" Zudem sei auch die Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder von Kirkel-Neuhäusel nach Limbach zu fahren, wohl nicht so groß.

Kondziela sah in der ganzen Angelegenheit auch die Gemeindeverwaltung in der Pflicht, die habe sich bis jetzt trotz Aufforderung aber noch nicht geäußert. So habe die Handball-Abteilung des Turnvereins Kirkel von sich aus bei der Verwaltung des Saarpfalz-Kreises nachgefragt, ob in den kreiseigenen Hallen Zeiten verfügbar seien. "So weit ist es schon: Wir müssen selbst aktiv werden, weil von der Verwaltung nichts kommt." Dabei hätte eben die Idee des Turnvereins auch aus dem Rathaus kommen können, so Kondziela. Thomas Brill (SPD ) wollte angesichts des verbalen Hin und Her zwischen Ulrich und Kondziela wissen, ob es überhaupt schon mal eine Gesprächsrunde der beteiligten Vereine gegeben habe. Hier verwies Kondziela auf einen wenig fruchtbaren Austausch in der Vergangenheit, der zu keinem Ausgleich geführt habe. Um für die kommende Hallensaison nun eine Lösung zu finden, will sich der Ortsrat spätestens im August darum bemühen, zwischen den Wünschen der Vereine erfolgreich zu vermitteln. < Weiterer Bericht folgt.