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Kirchenpräsident
Im Einsatz für Saarpfälzer und Pfälzer

Der Präsident der Evangelsichen Kirche der Pfalz, Christian Schad, will durch das gewinnende, überzeugende Wort Menschen gewinnen.
Der Präsident der Evangelsichen Kirche der Pfalz, Christian Schad, will durch das gewinnende, überzeugende Wort Menschen gewinnen. FOTO: Ronald Wittek / picture-alliance/ dpa
Homburg. Der Kirchenpräsident der Protestantischen Landeskirche der Pfalz, Christian Schad, feiert seinen 60. Geburtstag.

  „Die Kirche kann ihrem Ursprung und Auftrag nur treu bleiben, wenn sie bereit ist, sich ständig zu reformieren. So wollen wir auch unser Profil als einladende Kirche stärken, das heißt konkret: offen sein für suchende und fragende Menschen. Wir werden nicht auf Gleichförmigkeit, sondern auf die vielstimmige Kommunikation des Evangeliums setzen. Voraussetzung dafür ist allerdings, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten zu verstehen.“ Diese Sätze stammen aus dem Mund von Christian Schad, dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz, die auch Protestantische Landeskirche heißt. Zu dieser Landeskirche gehören auch die evangelischen Christen aus der Saarpfalz. Schad, der seit 2008 dieses höchste Kirchenamt innehat,  weiß um die Kraft der Worte, der Gebete, der Lieder und des Dienens. Sie bilden das Fundament, auf dem die Kirche steht.  Schad, der am heutigen 14. Februar seinen 60. Geburtstag feiert, gilt als ein anerkannter Theologe der Gegenwart.  Sein Weg: geboren in Ludwigshafen, dort ging er in die Schule.  Er studierte Theologie in Bethel, Tübingen und Bonn und trat nach dem Vikariat gemeinsam mit seiner Frau, Pfarrerin Gerlinde Wnuck-Schad, 1986 seine erste Pfarrstelle in Weingarten an. Von 1991 bis 1996 war Schad theologischer Referent im Landeskirchenrat und danach drei Jahre Dozent am Protestantischen Predigerseminar in Landau. 1999 wählte die Landessynode den damals 41-Jährigen zum Oberkirchenrat und 2004 zum Stellvertreter des Kirchenpräsidenten. Und schließlich die Wahl 2008 - und 2014 seine Wiederwahl. Schad ist heute zudem Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland (UEK) sowie evangelischer Vorsitzender des Kontaktgesprächskreises der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz. Zu seinen Ämtern und Funktionen gehört unter anderem auch der Vorsitz des Verwaltungsrates der Diakonissen Speyer-Mannheim, die eine Niederlassung in Homburg hat.



Für Schad ist „unsere Kirche  politisch, schon in dem Sinne, dass sie die Gesellschaft mitgestaltet und konkret Verantwortung übernimmt, zum Beispiel im Bereich der Bildung, wenn ich an die Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft oder den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen denke.“ Seine bisherige Amtszeit ist auch geprägt von Großprojekten, wie etwa der Initiative „Heimat, Kirche, Pfalz“, dem Reformationsjubiläum 2017 und dem Unionsjubiläum 2018, aber auch von innerkirchlichen Strukturfragen, mit denen sich die synodal-presbyterial aufgebaute Landeskirche unter dem Leitbegriff „Volkskirche im Wandel“ befasst. Die Kirche müsse Antworten auf aktuelle gesellschaftliche und ethische Fragen geben können, jedoch stets nach dem reformatorischen Grundsatz „sine vi, sed verbo“, was so viel bedeutet wie „nicht durch Gewalt, sondern durch das gewinnende, überzeugende Wort“, ist Schad überzeugt.

Aus Anlass des 60. Geburtstages von Schad findet ein Gottesdienst am Samstag, 17. Februar, um 11 Uhr in die Speyerer Gedächtniskirche statt. Im Anschluss  findet ein Empfang im Festsaal  der Diakonissen Speyer-Mannheim  statt.

(jkn)