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Hunde gehören auch beim Spaziergang im Freien an die Leine

Homburg. Homburg wedelt. Knapp 2000 Hunde sind gegenwärtig steuerlich registriert in der Stadt. Die Zahl der unregistrierten Vierbeiner dürfte zwischen 100 und 200 Tieren liegen, schätzt die Stadt. Denn die Unterhaltskosten sind nicht gering: Zwischen 60 und 108 Euro bezahlen die Halter an Steuern pro Jahr, Halter von Kampfhunden bis zu 540 Euro

Homburg. Homburg wedelt. Knapp 2000 Hunde sind gegenwärtig steuerlich registriert in der Stadt. Die Zahl der unregistrierten Vierbeiner dürfte zwischen 100 und 200 Tieren liegen, schätzt die Stadt. Denn die Unterhaltskosten sind nicht gering: Zwischen 60 und 108 Euro bezahlen die Halter an Steuern pro Jahr, Halter von Kampfhunden bis zu 540 Euro. 2008 flossen so über 120 000 Euro in die Stadtkasse. Dieses Geld wird verschiedenen Zwecken zugeführt. "Aber nicht, damit die Stadt die Haufen entfernt", sagt Pressesprecher Jürgen Kruthoff. Hundekot sei und bleibe ein Dauerthema. Dabei könnte die Lösung so einfach sein: Hund macht Geschäft, Besitzer entsorgt ebendieses im Plastikbeutel. Im Stadtteil Beeden wollte die Stadt die Beutel sogar in kostenloser Selbstbedienung an bestimmten Ausgabestellen anbieten. Doch der Service wurde nicht angenommen. Kruthoff resigniert: "Einige Hundehalter benehmen sich natürlich vorbildlich. Aber anderen könnte man die Tüten in die Hand drücken und sie würden sie trotzdem nicht benutzen." So beschränkt sich die Stadt heute auf die kostenlose Ausgabe im Rathaus und im Stadtbusbüro im Talcenter."Für Probleme sorgt Hundekot aber auch in der Landwirtschaft", sagt Kruthoff. Obgleich gesetzlich geregelt sei, dass Hunde zwischen dem 1. April und 15. Oktober - der Zeit zwischen Aussaat und Ernte - nicht unangeleint im Freien laufen dürften, sei dies immer wieder zu beobachten. Nach Angaben von Landwirten sei es ein wiederkehrendes Problem, dass Hunde ihre Geschäfte inmitten der Felder erledigten. Wird dort anschließend beispielsweise Heu geernetet und dieses an Kühe verfüttert, können die Tiere durch die im Kot enthaltenen Parasiten oder Krankheitserreger infiziert werden. Die Milch dieser Kühe ist dann nicht verwendbar. "Kein Gartenbesitzer würde seinen Hund ins Gemüsebeet machen lassen und danach die Möhren nur notdürftig gereinigt essen", vergleicht Kruthoff. Die Landwirte hätten daher schon wiederholt gefordert, dass die Stadt entsprechende Gegenmaßnahmen ergreife. Doch habe man hierfür nicht genügend Personal, entgegnet Kruthoff. "Wir können nur bitten, dass Hundebesitzer ihre Tiere auch beim Gang im Freien an der Leine lassen." ith




Auf einen BlickDer Zeitpunkt der Domestizierung des Wolfes wird kontrovers diskutiert. Man kam mittels DNA-Untersuchungen zu dem Schluss, dass die Domestikation des Wolfes vor mehr als 100 000 Jahren begann und mehrfach unabhängig voneinander stattfand. Die ersten Haushunde wurden vor etwa 15 000 Jahren in Ostasien gezüchtet.red