| 00:00 Uhr

Zuerst geduldig, dann torhungrig

Jägersburg. Saarlandliga-Tabellenführer FSV Jägersburg hat am Samstag im Heimspiel gegen Merchweiler quasi mit dem Pausenpfiff das 1:0 geschossen. Spätestens nach der Roten Karte gegen Gäste-Kapitän Andreas Zimmermann machte der FSV alles klar und siegte 5:0. Stefan Holzhauser

Auch der SV Merchweiler konnte am Samstag die Fußballer des Saarlandliga-Spitzenreiters FSV Jägersburg nicht stoppen. Vor 250 Zuschauern setzte sich der Ligaprimus im heimischen Alois-Omlor-Sportpark souverän mit 5:0 (1:0) durch. Lediglich in der ersten Halbzeit konnten die abstiegsgefährdeten Gäste das Spiel noch einigermaßen offen gestalten. FSV-Kapitän Matthias Stumpf setzte bei einer Großchance seinen Schuss zu hoch an (25. Minute). Praktisch mit dem Pausenpfiff fiel aber doch das 1:0. Ein Schuss von Max Wettmann wurde noch geblockt, aber Christopher Dahl staubte aus kurzer Distanz ab (45.).

Kurz nach Wiederbeginn brachte Daniel Ruschmann von der rechten Seite einen Eckball in die Mitte, wo Steven Meier mit dem Kopf auf 2:0 erhöhte (50.). Und als dann die Gäste nach einer Notbremse von Spielführer Andreas Zimmermann gegen Christopher Dahl in Unterzahl gerieten, war dies praktisch die Entscheidung (68.). "Diese Rote Karte war auf jeden Fall regelkonform. Es war meine eigene Dummheit. Ich hoffe, dass ich aber nur für ein Spiel gesperrt werde", meinte der Übeltäter.

In Überzahl ließ der Tabellenführer noch besser Ball und Gegner laufen. Christopher Dahl blieb zunächst noch in der Merchweiler Abwehr hängen, ehe er Daniel Ruschmann mit der Hacke bediente. Dessen Schuss aus 16 Metern schlug zum 3:0 ein (73.). Das 4:0 erzielte dann wiederum Christopher Dahl nach einer Rechtsflanke des kurz zuvor eingewechselten Philipp Bosslet (76.). Den Schlusspunkt zum 5:0-Endstand setzte schließlich Steven Simon auf Vorarbeit von Wettmann (85.).

"Mussten Geduld haben"



"Es war bereits vorher klar, dass wir heute Geduld haben müssen. Merchweiler hat zunächst gut in der Defensive gestanden und auf Konter gelauert. In der zweiten Halbzeit wurde es dann eine klare Sache. Wir fahren jetzt am Samstag zum SV Hasborn, wo man die 0:6-Hinspiel-Niederlage bestimmt noch nicht vergessen hat und Wiedergutmachung will", erwartet FSV-Trainer Marco Emich am nächsten Spieltag eine knifflige Aufgabe.

Merchweilers Trainer Bernd Gries haderte mehr mit der Roten Karte als mit dem Sieg des Favoriten. "Wir haben kurz vor und nach der Pause das Spiel verloren. Insgesamt ist das kein Beinbruch, aber die Rote Karte bereitet uns schon Schmerzen. Schließlich sind wir derzeit in personeller Hinsicht eh schon ziemlich gebeutelt. Da muss ich mich als Abwehrspieler einfach cleverer verhalten", meinte Gries. Seine Elf empfängt nun am Samstag in einem Kellerduell den SC Friedrichsthal.