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Arbeitslose in Homburg
Zahl der Arbeitslosen im Saarpfalz-Kreis sinkt weiter

Arbeitsmarkt Saarpfalz-Kreis
Arbeitsmarkt Saarpfalz-Kreis FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Homburg/Bexbach/Kirkel. Die Arbeitslosenquote im Geschäftsbereich Homburg mit Bexbach und Kirkel liegt aktuell bei 5,0 Prozent. Von red

Im April hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Saarpfalz-Kreis nochmals verringert. Es waren 3802 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im März und 278 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,0 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Die Zahl aller Arbeitssuchenden ist um 43 auf 7257 gesunken. Zu den Arbeitssuchenden gehören neben Arbeitslosen unter anderem auch Personen, die kurzzeitig erkrankt sind, Personen, die mehr als geringfügig beschäftigt sind und vom Jobcenter einen Aufstockungsbetrag zum Lohn erhalten sowie Beschäftigte oder Selbständige, die eine andere Arbeitsstelle suchen, heißt es in der Pressemitteilung der Arbeitsagentur.


Im Geschäftsstellenbereich Homburg mit der Kreisstadt sowie Bexbach und Kirkel waren im April 2809 Arbeitslose gemeldet (minus 162 zum Vorjahr). Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 5,0 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch zu Beginn des zweiten Quartals in einer stabilen Verfassung“, so die Feststellung von Jürgen Haßdenteufel, Chef der Agentur für Arbeit Saarland. „Die hohen Stellenmeldungen seit Jahresbeginn zeigen deutlich den immer noch steigenden Kräftebedarf der Unternehmen. Für die nächsten Wochen rechne ich daher mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit“, so Haßdenteufel.



Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im April um acht auf 1464 gesunken. Das waren rund 60 Personen weniger als vor einem Jahr. Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren hat sich die Arbeitslosigkeit deutlich verändert. Im aktuellen Monat waren 113 Personen arbeitslos gemeldet, das war fast ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe „50 plus“ lag bei 789. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um acht, gegenüber dem Vorjahr um 54 erhöht.

Die Arbeitslosigkeit beim Jobcenter des Saarpfalz-Kreises ist im April ebenfalls gesunken (minus 55 auf 2338). Damit liegt sie deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 218). Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im April bei 160 und damit geringfügig über Vorjahresniveau (plus sechs).

739 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 45 verringert. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit 1045 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 44,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 10,6 Prozent.

Die Unterbeschäftigung lag im Saarpfalz-Kreis im April mit 5878 Personen um 422 unter dem Vorjahreswert. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 64,7 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde damit durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um mehr als ein Drittel entlastet.

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen beziehungsweise ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde.

Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftlich  bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden. Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen der Region 1549 Stellen zur Besetzung gemeldet, 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aktuell sind noch 1342 Stellen unbesetzt. Besonders viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden derzeit sowohl in der Zeitarbeit, im Handel als auch im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht. Auch das Verarbeitende Gewerbe, der freiberufliche/wissenschaftliche/technische Dienstleistungsbereich und das Baugewerbe haben Personalbedarf.