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Arbeitsmarkt aktuell
Zahl der Arbeitslosen im Juni wieder leicht gesunken

Homburg. Im Geschäftsstellenbereich Homburg der Arbeitsagentur waren im Vormonat 2726 Menschen arbeitslos gemeldet. Von red

Gut aufgestellt präsentiert sich zurzeit der Arbeitsmarkt im Saarpfalz-Kreis: Im Juni hat sich die Zahl der Arbeitslosen weiter verringert. Es waren 3770 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, acht weniger als im Mai und 206 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 81 auf 7199 gesunken. Zu den Arbeitsuchenden gehören neben Arbeitslosen unter anderem auch Personen, die kurzzeitig erkrankt sind, Personen, die mehr als geringfügig beschäftigt sind und vom Jobcenter einen Aufstockungsbetrag zum Lohn erhalten sowie Beschäftigte oder Selbständige, die eine andere Arbeitsstelle suchen.


Im Geschäftsstellenbereich Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel) waren im Juni 2726 Arbeitslose (minus 188 zum Vorjahr) gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 4,7 Prozent.

„Dass die Chancen auf dem heimischen Arbeitsmarkt gut sind, zeigen die stabilen Stellenmeldungen der Betriebe und die bereits seit zwei Jahren rückläufigen Juni-Arbeitslosenzahlen“, betont Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. „Einbezogen sind nicht nur die Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit, die meist nur kurzzeitig arbeitslos, damit nah am Arbeitsmarkt und schnell wieder zu vermitteln sind. Auch langzeitarbeitslose Menschen können von der positiven Entwicklung profitieren.“



Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni um 26 auf 1391 gesunken, das waren 3,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren bewegte sich die Arbeitslosigkeit mit 133 um 23,1 Prozent über dem Vormonats- und 14,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 771. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 18 verringert und gegenüber dem Vorjahr um 78 erhöht.

Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis ist die Arbeitslosigkeit im Juni geringfügig gestiegen (plus 18 auf 2379). Damit lag sie um 162 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im Juni bei 161. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent gesunken. 765 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 29 verringert. Weniger als die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit 1024 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 43,0 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein deutlicher Rückgang (minus 11,5 Prozent).

Haßdenteufel lenkt den Blick auch auf die so genannte Unterbeschäftigung. Sie lag im Saarpfalz-Kreis im Juni mit 5739 Personen um 7,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 65,7 Prozent, was bedeutet, dass der Arbeitsmarkt durch Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik um mehr als ein Drittel entlastet wurde.

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen beziehungsweise ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im Juni etwas abgeschwächt. So haben die Unternehmen der Region rund 350 Stellen zur Besetzung gemeldet, 14 weniger als im Mai. Seit Jahresbeginn wurden 2260 Stellen gemeldet, 86 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Stellenbestand blieb mit 1389 Jobangeboten sehr hoch (plus 19,9 Prozent zum Vorjahr) und zeugt davon, dass viele Betriebe Probleme haben, ihren Bedarf an Fachkräften zeitnah zu decken. Die überwiegende Zahl der Jobangebote war in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe und im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich gemeldet.

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 832 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 39 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 524 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 21 weniger als vor einem Jahr.