| 19:08 Uhr

„Wir haben heute Lehrgeld bezahlt“

FSV-Torjäger Murat Adigüzel umkurvt in dieser Szene Diefflens Torwart Enver Marina und trifft zum 4:0. Der Jägersburger Neuzugang war am Samstag zweimal erfolgreich. Foto: Mischa
FSV-Torjäger Murat Adigüzel umkurvt in dieser Szene Diefflens Torwart Enver Marina und trifft zum 4:0. Der Jägersburger Neuzugang war am Samstag zweimal erfolgreich. Foto: Mischa FOTO: Mischa
Jägersburg. Deutliche Niederlage: Der FV Diefflen ist am Samstag mit einer 1:4-Niederlage im Saarderby gegen den FSV Jägersburg in die neue Saison gestartet. Dabei traf FSV-Stürmer Murat Adigüzel gleich doppelt. sho

Nach dem ersten Spieltag in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar grüßt der FSV Jägersburg von der Tabellenspitze. Die Elf von Trainer Marco Emich setzte sich am Samstag vor 350 Zuschauern zu Hause gegen Aufsteiger FV Diefflen mit 4:1 (2:0) durch. Die Gäste offenbarten im Verlauf der 90 Minuten große Abwehrschwächen und waren am Ende mit diesem Ergebnis noch gut bedient.


Die Dieffler hatten es nur mehreren guten Paraden ihres Schlussmanns Enver Marina zu verdanken, dass die Partie nicht mit 7:1 oder gar 8:1 endete. Er rettete bereits nach sieben Minuten gegen den völlig freistehenden Tim Schäfer. Auf der Gegenseite vergab Fabian Poß eine Kopfballchance (10. Minute), ehe dessen Mitspieler Michael Fritsch den Ball vertändelte. Der 27-jährige Neuzugang vom FC Hertha Wiesbach konnte anschließend Frederic Ehrmann nur noch mithilfe einer Notbremse aufhalten - es gab Rot für Fritsch und Freistoß für den FSV (16.).

"Oft sieht man es ja nicht, ob eine Mannschaft in Überzahl spielt. Bei uns hat man es aber gleich gemerkt. Das hat meine Elf richtig gut gemacht", meinte FSV-Trainer Marco Emich. Die Jägersburger hatten nun ein klares optisches Übergewicht. In der 31. Minute fiel auch das verdiente 1:0: Im Anschluss an einen katastrophalen Fehlpass von Alpcan Ömeroglu wurde Schäfer von Murat Adigüzel in Szene gesetzt. Sein erster Versuch landete noch an der Latte, aber im Nachsetzen machte es Schäfer besser. Kurz vor der Pause sah Ömeroglu schlecht aus, und Steven Simon bediente Adigüzel zum 2:0 (45.).



Kurz nach Wiederbeginn brachte der eingewechselte Daniel Ruschmann den Ball bei einer Ecke an den kurzen Pfosten, wo Marvin Gabriel seine starke Leistung per Kopf zum 3:0 krönte (49.). Es gab mit Adigüzel nur einen noch etwas besseren Spieler auf dem Platz. Der 24-Jährige war von der Dieffler Defensive zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle zu bringen und erhöhte nach Zuspiel von Gabriel auf 4:0 (55.). Den Gästen drohte nun ein Debakel, aber dank Marina und etwas Glück führten die folgenden Jägersburger Chancen nicht mehr zu weiteren Torerfolgen. Mit einem Schuss aus halblinker Position konnte dann Philipp Mandla sogar noch etwas Ergebniskosmetik zum 4:1-Endstand betreiben (82.). "Wir haben alle richtig gut gespielt. Für mich persönlich war es natürlich ein perfekter Einstand", freute sich Matchwinner Adigüzel.

Diefflens Stürmer Chris Haase meinte dagegen enttäuscht: "Wir hatten uns so viel vorgenommen und auch ganz gut angefangen. Wir haben sowohl offensiv als auch defensiv zu viele einfache Fehler gemacht und heute Lehrgeld bezahlt." FVD-Trainer Thomas Hofer ergänzte: "Die Rote Karte hat uns extrem verunsichert. Zum Glück wurden nicht alle Fehler bestraft. Mit dem 1:4 können wir noch gut leben."