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Weihnachtsmarkt in Einöd
Vorweihnachtlicher Budenzauber

Hella Linn, Nanette Friedrich und Inge Trier (von links) am Stand der Landfrauen Einöd. Diese verkauften beim Weihnachtsmarkt unter anderem selbstgestrickte Socken und selbstgemachte Marmelade.
Hella Linn, Nanette Friedrich und Inge Trier (von links) am Stand der Landfrauen Einöd. Diese verkauften beim Weihnachtsmarkt unter anderem selbstgestrickte Socken und selbstgemachte Marmelade. FOTO: Bill Titze
Einöd. Der Weihnachtsmarkt in Einöd ging am Wochenende mit einer großen Vielfalt an Angeboten in seine 30. Auflage. Von Bill Titze

Beim Weihnachtsmarkt in Einöd konnte in diesem Jahr ein Jubiläum gefeiert werden: Zum 30. Mal wurde der Budenzauber von der Solidargemeinschaft ausgerichtet und lockte mit seinem vielfältigen Programm und verschiedenen Attraktionen Besucher aus nah und fern an. Dabei ist dies durchaus wörtlich zu nehmen, denn zunehmend kommen auch Besucher, die nicht aus Einöd sind, auf den Weihnachtsmarkt, wie Bernhard Friedrich, Vorsitzender der Solidargemeinschaft, feststellte.


„Die Tendenz der Besucherzahlen in den vergangenen Jahren ist leicht steigend, und das liegt auch zum Teil an mehr auswärtigen Besuchern.“ Dass dabei jedoch keinesfalls der dörfliche Charme der Veranstaltung auf der Strecke bleibt, zeigt beispielsweise der Ab- und Aufbau der Hütten, die nicht jeder Verein selbst erledigt, sondern der in einer Gemeinschaftsarbeit aller absolviert wird. So waren zum Aufbau der 13 Stände 50 Helfer erschienen, was zeigt, dass „die Dorfgemeinschaft in Einöd lebt“, wie es Friedrich formuliert.

Darüber hinaus haben die Einöder Bürger in diesem Jahr in Eigenarbeit zusätzlich eine große Hütte gebaut, in der die kleineren über das Jahr hinweg untergebracht werden können. Auch die im Homburger Raum seltene Begebenheit, dass der Weihnachtsmarkt an drei Tagen stattfindet, hat sich bewährt. „Dieses Jahr war zwar am Freitag etwas weniger los, das hatte jedoch witterungsbedingte Gründe.



Am Samstag und Sonntag war dann wieder viel los“, erzählt Friedrich. Das schlechte Wetter am Freitag hielt Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Ortsvorsteher Karl Schuberth jedoch nicht davon ab, den Weihnachtsmarkt feierlich zu eröffnen. Danach sorgte der „Oberauerbacher Musikzug“ für Stimmung. Am Sonntag standen dann schließlich mit Kindern der Kindertagesstätte und der Grundschule, sowie der Musikgruppe Young Voices“ verschiedener Einöder Gruppen auf der Bühne. Mit Tanz, Gesang und der Darbietung von Gedichten war für ein stimmungsvolles Programm gesorgt. Neben diesen Aufführungen, konnte der Einöder Weihnachtsmark aber auch mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot aufwarten. So wurden neben Glühwein, Flammkuchen, Crêpes und Waffeln, zum Beispiel selbstgemachte Marmelade verkauft. „Eine möglichst große Vielfalt zu gewährleisten ist uns sehr wichtig“, bestätigt Friedrich diesen Eindruck. Neben diesen Angeboten, gab es für die jungen Besucher einiges zu entdecken. Man konnte auf einem Karrussell fahren oder als besonderes Highlight auf einem Pony reiten. Neben diesen Attraktionen sorgte auch der traditionelle Besuch des Nikolaus‘ für Freude bei den Kindern. Nachdem Pfarrerin Heide Salm eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen hatte, verteilte der Nikolaus am Sonntagmittag Weckmänner unter den Kindern. Der Auftritt der „Young Voices“, die verschiedene Weihnachtslieder intonierten, setzte schließlich den Schlusspunkt unter einen gelungenen Weihnachtsmarkt.