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Paulskirche
Vortrag mit vielen Hintergründen zur Reichsversammlung

Homburg/Zweibrücken. (red) „Demokratisch in aller Konsequenz: Die Zweibrücker Abgeordneten in der Frankfurter Paulskirche 1848/49“, lautet das Thema des Vortrags, zu dem das Stadtmuseum Zweibrücken und die Siebenpfeiffer-Stiftung Homburg am Montag, 9. Juli, einladen. Von red

Aktueller historischer Hintergrund: Im Mai war es genau 170 Jahre her, dass in der Frankfurter Paulskirche die „constituierende Reichsversammlung“ zusammentrat. Infolge der März-Revolution 1848 hatte es erstmals auf deutschem Boden freie Wahlen zu einem gesamtdeutschen Parlament gegeben. Dessen Aufgabe war die Formulierung einer demokratischen Verfassung für ein künftiges Deutsches Reich. Vier der insgesamt 809 Abgeordneten hatten ihren Lebensmittelpunkt ganz oder zumindest zeitweise in Zweibrücken. Der Advokat Gustav Adolph Gulden vertrat den Wahlkreis Homburg, sein Onkel August Ferdinand Culmann, der später die Grube Frankenholz gründete, gehörte für Landau dem Parlament an, der „Hambach-Veteran“ Friedrich Schüler wurde im nordpfälzischen Lauterecken gewählt. Zweibrücken selbst entsandte den kirchenkritischen katholischen Pfarrer Franz Tafel nach Frankfurt.


Ihre Biographien, ihre politischen Auffassungen sowie ihre Rolle in der Paulskirche sind die Aspekte, die Martin Baus, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Siebenpfeiffer-Stiftung in Homburg, vorstellen und erläutern wird. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.