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Neue Sandrennbahnschule
Von Krankenschwester bis Mechaniker

Auch der Beruf der Krankenschwester wurde so wie viele andere beim Infotag an der Sanderennbahnschule vorgestellt.  Foto: Norbert Försterling dpa/lsw
Auch der Beruf der Krankenschwester wurde so wie viele andere beim Infotag an der Sanderennbahnschule vorgestellt. Foto: Norbert Försterling dpa/lsw FOTO: dpa / A2411 Norbert F“rsterling
Erbach. Beim Berufsinformationstag an der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn stellten 24 Kooperations-Unternehmen den Schülerinnen und Schülern ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. red

Wie geht es nach der Schule weiter? Das ist eine Frage, die sich Schüler häufig stellen. Nun gab’s Hilfen, darauf eine Antwort zu finden. Der elfte Berufsinformationstag an der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn in Erbach stieß  auf großes Interesse, sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch den teilnehmenden Betrieben. In über 50 Workshops stellten die 24 Kooperationsunternehmen den Schülern der achten  bis zehnten Klassen ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor.


Die  Unternehmen aus der Region nutzten  die Möglichkeit, Jugendliche über die notwendige Qualifikation, Berufsfelder und mögliche Ausbildungen zu informieren. In Zusammenarbeit mit Alwis – das steht für Arbeitsleben, Wirtschaft, Schule – stellten die Betriebe und die weiterführenden Schulen sich, ihre Ausbildungsangebote und Ausbildungsberufe vor. Diese Präsentation stellte Handwerk, Dienstleister und weiterführende Schulen dar, auch die Berufsberatung der Arbeitsagentur und die Koordinierungsstelle Jugend und Arbeit im Saarpfalz-Kreis waren vor Ort. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich jeweils drei bis vier Module aussuchen, in denen dann  Referenten aus erster Hand praxisorientiert informierten. Das Modul BBZ-Paul-Weber-Schule war für die Abgangsklassen Pflicht, denn die „allermeisten unserer Abgänger werden im kommenden Schuljahr an einer der dort ansässigen Schulen ihren Weg fortsetzen“, hieß es von der Schule weiter.

„Der Berufsinformationstag hat mittlerweile an unserem Standort schon Tradition und in Zeiten eines immer größer werdenden Fachkräftemangels werben die Firmen intensiver um geeigneten Nachwuchs. Im Rahmen unserer vertieften Berufs- und Studienorientierung sind wir zudem angehalten, unsere Schülerinnen und Schüler über alle Berufsfelder bestmöglich zu informieren, damit sie Fakten erfahren und für sich fundierte Entscheidungen treffen können“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Bernd Jähn. Dieses breite Spektrum an Möglichkeiten in Bezug auf die spätere Berufswahl soll den Schülerinnen und Schülern also Mut machen, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und ihre Motivation bezüglich der Berufswahlorientierung zu wecken.



Der Berufsinformationstag sei somit ein wichtiger Baustein innerhalb des schuleigenen Berufsorientierungskonzeptes. „Über die reine Information hinaus haben die Jugendlichen auch die Chance, frühzeitig Kontakte zu Firmen zu knüpfen“, so Schulleiterin Sabine Bleyer. Das Schulzentrum im Universitätsklinikum stellte von der Krankenschwester bis zur Diätassistentin die dort angebotenen Ausbildungsberufe vor, die Ausbildungswerkstätten der Arbeiterwohfahrt (Awo) aus der benachbarten Lappentascher Straße hatten Blechteile und Werkzeuge im Gepäck, die unsere Schülerinnen und Schüler mit gezielten Hammerschlägen zu einer Eidechse formen konnten.“

Der Berufsinformationstag wurde auch in diesem Jahr wieder von der ALWIS-Agentur, die  Kontakte zwischen Unternehmen und Schulen herstellt, organisiert. „Es ist gut und wichtig für unsere Schülerinnen und Schüler, so viele verschiedene Berufswege vor Ort zu erleben, und es ist ein weiterer elementarer Schritt ins Berufsleben“, sagte die Schulleiterin. Wie bereits 2017 waren die Eltern mit einem persönlichen Elternbrief eingeladen, sich an diesem Tag zu beteiligen.

Die Koordinatorin der Schulleitung, Petra Reisdorf, hat des Weiteren auf Homepage der Schule die teilnehmenden Betriebe und Schulen verlinkt und in einer Übersicht Berufsfeldern zugeordnet. Dies bietet Eltern und Jugendlichen die Möglichkeit, gemeinsam daheim am PC Informationen zu sammeln und über die Angebote zu sprechen.

Die spontanen Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren sehr positiv, zumal es gelungen ist, die Beteiligung des Handwerks zu steigern und die eigene körperliche Wahrnehmung zu integrieren. Sehr deutlich kam dies bei der Vorstellung der Altenpflege durch Pro Seniore zum Ausdruck. Simone Georg brachte spezielle Brillen mit, die gängige Sehbeeinträchtigungen vortäuschen, und einen schweren Koffer mit allerlei Gewichten, die an Unterschenkeln, Handgelenken und Oberkörper angelegt einen Eindruck von Bewegungsbeeinträchtigung erzeugen. Ergänzt durch Ohrschützer fühlte man sich tatsächlich „ganz schön alt“ und konnte plötzlich nachempfinden, wie sich Menschen mit Handicap fühlen.

Und genau diese Mischung macht Berufsinformationstage aus: Informationen aufnehmen, aber auch an geeigneten Aktionen teilnehmen, um das Lernen mit Herz, Hand und Verstand – so das Motto der Schule – zu ermöglichen.

Auch der Beruf der Krankenschwester wurde so wie viele andere beim elften Berufsinformationstag an der Sandrennbahnschule vorgestellt.
Auch der Beruf der Krankenschwester wurde so wie viele andere beim elften Berufsinformationstag an der Sandrennbahnschule vorgestellt. FOTO: dpa / A2411 Norbert F“rsterling